Bürger-Info: Asylbewerber ab 16. März im Flüchtlingsdorf Wickede erwartet

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Nicht ganz gefüllt waren diesmal die Stuhlreihen beim zweiten Bürger-Infoabend, zu dem die beiden Wickeder Kirchengemeinden ins Stephanus-Zentrum eingeladen hatten. (Foto: Schmitz)
Dortmund: Stephanus-Gemeindezentrum |

Am Montag, 16. März, könnten in dem auf dem Parkplatz am Sportplatz Morgenstraße errichteten Flüchtlingsdorf Wickede die ersten Asylbewerber einziehen. Darüber wurden die Bürger und Helfer bei der Informationsveranstaltung der beiden Wickeder Kirchengemeinden im Stephanus-Zentrum in Kenntnis gesetzt.

Andreas Gora, Geschäftsführer des AWO-Unterbezirks Dortmund, als Vertreter des Trägers der Einrichtung und Kerstin Edler (AWO), Leiterin der mobilen Flüchtlingsunterkunft, Brackels Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Czierpka und weitere Fachleute standen Rede und Antwort.

„Es wird aber erst zwei bis vier Tage vorher bekannt sein, ob, wann und wie viele Flüchtlinge aus welchen Ländern an dem besagten Termin kommen“, teilte Pastor Heinrich Oest von der katholischen Kirchengemeinde Vom Göttlichen Wort (VGW), der gemeinsam mit Pfarrer Christoph Diestelhorst von der Evangelischen Kirchengemeinde Wickede zum zweiten Info-Abend eingeladen hatte, dazu ergänzend in den aktuellen Pfarrnachrichten mit. Im Flüchtlingsdorf aus 142 Containermodulen werden laut Oest 168 Betten vorgehalten, aufgenommen werden aber nur 150 Asylbewerber, um einen gewissen Spielraum zu bewahren.

Flüchtlinge sollen Leben selbständig gestalten


Kerstin Edler betonte, dass die Flüchtlinge zwar von der AWO unterstützt, jedoch zugleich angehalten werden, ihr Leben selbständig zu gestalten. Konkret bedeutet das beispielsweise: Sie waschen ihre Wäsche selbst, kaufen selbst ein und bereiten selbst ihr Essen zu.

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren unterliegen der Schulpflicht, für Erwachsene soll ein Angebot für das Erlernen der deutschen Sprache vorbereitet werden.

Der Fußballverein Westfalia Wickede engagiert sich in puncto Freizeit- und Sportaktivitäten und unterstützt dabei gleichzeitig das Deutschlernen der jugendlichen Flüchtlinge.

Gemeinden wollen Räumlichkeiten anbieten


Die Wickeder Kirchengemeinden prüfen zurzeit, in welchem Umfang sie Räumlichkeiten für den Deutschunterricht der erwachsenen Flüchtlinge zur Verfügung stellen können. „Den Christen unter den Flüchtlingen helfen wir, gegebenenfalls Gottesdienste in der St.-Konrad-Kirche abhalten zu können“, so Pastor Oest: „Auch anderen Religionen können wir zur Seite stehen.“ Die Katholische junge Gemeinde (KjG) in Wickede hat bereits signalisiert, dass einige Kinder zu den Gruppenstunden hinzukommen können.

Spendensammlungen sollen indes erst dann durchgeführt werden, wenn sich ein konkreter Bedarf abzeichnet. Sie sollen zudem stadtweit koordiniert werden.

Wer selbst helfen möchte, kann sich auf der eigens dafür geschalteten Internetseite www.morgenstr.de informieren etc. und ggf. gleich ein Formblatt für die Beantragung eines Führungszeugnisses herunterladen. – Am Montag, 9. März, um 19.30 Uhr trifft sich übrigens die Große Helferrunde im Ev. Begegnungszentrum am Wickeder Hellweg 82-84.
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