Polizei lobt friedlichen Protest gegen Nazi-Aufmarsch

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Gegendemonstranten, Bürger und Polizei haben nach den Nazi-Aufmärschen in Westerfilde eine weitgehend positive Bilanz gezogen. „Ich freue mich über die vielfältigen Formen des friedlichen Protestes gegen Rechts“, stellte Polizeipräsident Gregor Lange ausdrücklich fest.

An der Demonstration der Rechtsextremisten am Maifeiertag (1. Mai) haben sich nach Polizeiangaben rund 490 Personen beteiligt. Bei den verschiedenen Gegendemonstrationen zählte die Polizei mehrere hundert Personen. Das Bündnis „BlockaDO- Gemeinsam gegen Nazis“ geht von mindestens 800 Teilnehmern aus, die sich an den Aktionen gegen Rechts beteiligt haben.

Über drei Stunden wurde der S-Bahnsteig in Westerfilde blockiert, was zu erheblichen Problemen bei der Anreise der Nazis führte. Weitere Blockadeversuche gab es auf der Haberlandstraße und der Westerfilderstraße. Der Naziaufmarsch wurde durch die Blockaden verzögert, was zu Abwanderungen am Ende des Aufmarsches führte.

BlockaDO: "Unmut sichtbar gemacht"

„Vielfach gelang es Protestierenden, Blockadepunkte entlang der Naziroute zu etablieren und ihren Unmut über den Naziaufmarsch dadurch sichtbar zumachen“, heißt es seitens „BlockaDO“. Entgegen der Anmeldung, den Aufzug in Nette zu beenden, hatten die Rechten schon nach der Zwischenkundgebung an der Donarstraße wieder ihren Heimweg angetreten.

Im Verlaufe der Versammlung war es zu mehreren verbalen Übergriffen durch Rechtsextreme gekommen, die für Gregor Lange nicht ohne Konsequenzen bleiben sollen. „Es ist nicht hinnehmbar, wenn Mitbürger, die seit Jahren in unserem Land und unserer Stadt leben, beleidigt und eingeschüchtert werden. Wir haben umfangreich Beweissicherung betrieben und werden konsequent Straf- und Ermittlungsverfahren einleiten“, kündigte der Polizeipräsident an.
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