"Erhebliche Bedenken": Gemeinsame Erklärung richtet sich gegen Ansiedlung des Designer Outlet Centers

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Durch den Kaufkraftabfluss könnte die Duisburger City schweren Schaden nehmen, befürchten die Unterzeichner. (Foto: Frank Preuß)
Duisburg: Güterbahnhofsgelände | Erhebliche Bedenken gegen die Planung eines Designer Outlet Center (DOC) auf dem alten Güterbahnhofsgelände haben in einer gemeinsamen Erklärung erhoben:
Lars Hoffmann, Vorstandsvorsitzender Handelsverband NRW Niederrhein e.V., IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger, Boris Roskothen, Vorstand Handelsverband NRW Niederrhein, Axel Funke, Geschäftsführer der Fokus Development AG, Jan Harm, Center Manager Forum Duisburg und Königalerie Duisburg, Wilhelm Bommann, Hauptgeschäftsführer Handelsverband NRW Niederrhein, Frank Tüting, Geschäftsleitung Galeria Kaufhof, und Alexander Kranki, Geschäftsführung Krankikom. Sie fordern den Rat der Stadt Duisburg auf, der Beschlussvorlage nicht zuzustimmen.

Die Duisburger City würde von der Ansiedlung eines DOC nicht profitieren, sondern könnte im Gegenteil wegen des zu erwartenden Kaufkraftabflusses erheblichen Schaden erleiden, heißt es in der Erklärung. Zum einen sei das Warensortiment vergleichbar, zum anderen aufgrund der isolierten Lage und der räumlichen Entfernung nicht davon auszugehen, dass die Besucher des DOC anschließend noch die Duisburger Innenstadt aufsuchen würden.

Die Planung eines DOC stehe darüber hinaus im Widerspruch zu sämtlichen Zielen der bisherigen Stadtentwicklungspolitik, die auf die Stärkung und Attraktivierung der Innenstadt abzielte. Private Investoren, die sich der Innenstadt annehmen könnten, würden abgeschreckt.

Anstelle der DOC-Planungen fordern die Unterzeichner eine (Rück-)Besinnung auf den Foster-Plan, der für das Güterbahnhofsgelände hochwertige innenstadtnahe Wohnbebauung und Büronutzungen vorsieht. Potenzial dafür sei gegeben. So könne Düsseldorf seinen Bedarf an Wohnbauflächen nicht mehr befriedigen. Der Regionalplanentwurf Düsseldorf sehe sogar vor, dass die Stadt Düsseldorf Teile ihres Bedarfs (circa 3.850 Wohneinheiten) in Duisburg abdeckt.
Auch für Büronutzungen bestehe ein erheblicher Flächenbedarf, den Duisburg bislang nicht decken kann.

Die gemeinsame Erklärung wurde sowohl dem Oberbürgermeister der Stadt Duisburg, Sören Link, als auch allen Mitgliedern des Duisburger Stadtrates zugeleitet.
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