Grünes Wunder erleben beim ersten gemeinsamen Schulfest an der Heißener Straße

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Der Nachmittag begann mit dem Bühnenprogramm, anschließend öffneten die Spielstände auf dem Schulhof ihre Pforten. Es gab eine Tombola, Grillwurst und Kuchen. (Foto: Debus-Gohl)
 
Auch Oberbürgermeister Thomas Kufen hatte es zum ersten gemeinsamen Schulfest nach Schönebeck geschafft. Fotos (2): Debus-Gohl (Foto: Debus-Gohl)

Nach einer Änderung im Schulrecht war das möglich, was vorher für Viele undenkbar war. Vor zwei Jahren wurde die Rote Schule, eine Gemeinschaftsgrundschule in Essen-Schönebeck, als Gemeinschaftsschulteilstandort mit der 240 Meter entfernt liegenden, konfessionellen – nämlich katholischen – Eichendorffschule verbunden.

Damit war der Schulverbund der beiden Schulen die erste Grundschule in Essen, die den Eltern die Möglichkeit bietet, ihr Kind im Stadtteil an einer Konfessionsschule oder an einer Gemeinschaftsschule anzumelden.
Unter dem Motto "Erlebe dein grünes Wunder" feierte jetzt die Grundschule ein gemeinsames Schulfest. „Es ist wichtig für uns, das Gefühl zu entwickeln, dass wir zusammen gehören. Und auch dafür ist so ein Schulfest wunderbar geeignet.“ Davon ist Rektorin Maritta Zuhorn überzeugt. In den zwei Jahren Zusammengehörigkeit haben sich schon einige gemeinsame Projekte entwickelt. „Wir haben einen gemeinsamen Schulchor, ein Flötenprojekt, die Dance Kids und die Begabtenförderung für Schüler aus beiden Standorten“, weiß Zuhorn. Auch die extrem guten Anmeldezahlen für das neue Schuljahr sprechen für den Erfolg des Verbundes.

"I have a dream"

Viele Eltern und Großeltern, die dem Bühnenprogramm begeistert folgen, freuen sich mit den Kids. Als der Chor "I have a dream" singt, fließt die eine oder andere Träne und Gänsehaut ist garantiert. Nach dem von den einzelnen Jahrgangsstufen erarbeiteten und dargestellten Programm können die Kinder sich dann an den zahlreichen Spielständen so richtig austoben, während die Älteren sich eher von dem üppigen Kuchenbuffet oder der Grillwurst anziehen lassen.
Sophie schafft beim Schuhkartonstapeln gute 1,80 Meter und beim Bobbycar-Rennen, Dosenwerfen, Hau die Erbse oder am Glücksrad bilden sich lange Schlangen. Hanna hat Glück bei der Tombola und zeigt stolz ihre Gewinne: Trinkflasche, Lichtburg-Gutschein, Stifte, Hörbuch, Taschenlampe, Kappe und zwei Bücher kann sie mit nach Hause nehmen.

Tauchkurse und Museumsbesuche

Die Mitarbeit und das Engagement der Eltern wird in der Eichendorffschule groß geschrieben. In jedem Schulhalbjahr kommt der Eichenspatz – eine Initiative von Eltern, die Nachmittagskurse für die Schüler anbieten. Michaela Kieromin und Babette Oberste-Schemmann sorgen für die Organisation der Kurse und die sind sehr gefragt. „Wir bieten immer wieder wechselnde Workshops an, das Spektrum geht von Museumsbesuchen, Inliner- und Tauchkursen, über Stofftiere nähen und Basteln bis zum Drachenbauen und Besichtigungen in der Bäckerei, beim Metzger oder beim Eismann“, erzählt Kieromin. Und für die nächsten vier Jahre wollen die beiden Mütter die Organisation weiter übernehmen. „Unsere Großen gehen, die Kleinen werden eingeschult, also sind wir noch vier Jahre hier“, freut sich Kieromin.

Förderpreis für Integration

Der Einsatz von Eltern, Kindern und Lehrern hat der Schule im letzten Jahr den 2. Platz beim Deichmann Förderpreis für Integration eingebracht. „Eltern und Kinder haben unseren Seiteneinsteigern ehrenamtlich Unterricht gegeben und es ist toll, wenn wir zusammen so viel erreichen“, zeigt sich Maritta Zuhorn stolz.

Text: Doris Brändlein
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