Kita Lohstraße könnte am 7. August in Teilbetrieb gehen

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Machen endlich Meter: Nachdem ein halbes Jahr wenig passiert ist, nimmt die Kita Lohstraße jetzt Gestalt an. Foto: Debus-Gohl

Es war ein Schock für das Diakoniewerk Essen und die Eltern der 74 Kinder der Kita Lohstraße: Statt wie geplant am 1. August sollte die Betreuung wegen baulicher Verzögerungen frühestens im September losgehen. Stadt Essen und Diakoniewerk luden Freitagabend zu einem Elternabend ins Lutherhaus, um eine Lösung vorzustellen.

Sowohl von den Eltern wie auch vom Diakoniewerk Essen wird eine Teilbetriebserlaubnis favorisiert: Ab dem 7. August könnte ein Stockwerk der Kita Lohstraße bereits von 54 Kindern genutzt werden, die übrigen 20 müssten den Monat ohne Betreuung überbrücken. Gerade seien auf der in argen Rückstand geratenen Baustelle große Fortschritte zu erkennen, so dass der Termin sich realisieren ließe: „Da wird jetzt ordentlich Gas gegeben“, weiß Bernhard Munzel, Pressesprecher des Diakoniewerks Essen, und auch Jasmin Trilling, Pressereferentin der Stadt Essen, betont: „Wir bündeln wirklich alle Kräfte.“ Die Stadt Essen kontrolliert nun Wirken und Walten des für den Bau verwantwortlichen Drittanbieters und legt selbst Hand an. Dazu sind von nun an städtische Mitarbeiter im Einsatz.
Die Aufarbeitung der Verzögerungen soll aber erst im Nachhinein erfolgen: „Das wollen wir jetzt nicht tun, weil wir uns auf die Arbeiten konzentrieren möchten“, erklärt Stadtsprecherin Trilling. Gleichzeitig soll der externe Anbieter in der heißen Phase voll motiviert bleiben und nicht wegen einer parallelen Untersuchung die Leistung runterfahren.
Die nötigen Unterschriften der 20 Eltern für einen möglichen Platzverzicht haben Diakoniewerk und Stadt ebenfalls bereits unter Dach und Fach.

Plan B ohne Eingewöhnung

Eine Alternative wäre, die Kita der Bocholder Matthäuskirche zu nutzen. Die Räumlichkeiten der Einrichtungen stehen vom 7. bis zum 25. August frei und könnten alle 74 Belegplätze sichern. Aber: „Das ist nicht so günstig für die Kinder“, weiß Diakoniewerk-Pressesprecher Munzel. Besonders in diesem jungen Alter orientieren sich die Minis und Maxis sehr an Räumlichkeiten, unter anderem deshalb ist eine Eingewöhnungsphase vorgesehen. Die würde fehlen, wenn die Kinder zunächst eine andere Kita kennenlernen.
Trotz Arbeiten und des anfänglichen Fehlens von beispielsweise Schränken oder Spielzeug sei die Teilbetriebslösung also die bessere Alternative: „Die Lärmbelästigung ist zumutbar und die Kinder würden die Einrichtung der Kita miterleben.“ Die entsprechende Betreuung ist wegen bereits unterzeichneter Verträge in jedem Fall gesichert.
Am morgigen Mittwoch findet die abschließende Abnahme durch das Landesjugendamt statt. Dann entscheidet sich, ob die Kita Lohstraße ab 7. August einsatzbereit ist. Munzel ist mit Blick auf die enge Zusammenarbeit aber schon jetzt erleichtert: „Die Eltern waren sehr kooperativ, sehr verständnisvoll.“
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