Traditionsduell RWE gegen RWO war Werbung für die vierte Liga

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Beweist spätestens mit seinem Sololauf zur 1:0-Führung, dass er nicht blind vor dem Tor ist: Mannschaftskapitän Benjamin Baier. Foto: Gohl

Geiles Wetter, geile Kulisse, geiler Fußball! Der Familienspieltag zum Traditionsduell Rot-Weiss Essen gegen Rot-Weiß Oberhausen war ein mehr als ordentlicher Saisonabschluss vor heimischer Kulisse. In einem Spiel auf Augenhöhe hatten die Essener am Ende knapp mit 3:2 die Nase vorn. RWE-Chefcoach Sven Demandt zieht nach dem Sieg ein klares Fazit: „Das war Werbung für die vierte Liga!“

Schon das Drumherum machte einiges her: Das AWO-Fanprojekt hatte zum Integrationstag geladen, Rot-Weiss Essen zum Familienspieltag. So hatten Universität Duisburg-Essen und Essener Chancen auf P2 einen Soccer Court organisiert, auf dem die Kurzen kicken konnten, die Jugendhilfe Essen gestaltete an ihrem Stand gemeinsam mit den Kids eigene RWE-Shirts und auch die Johanniter waren am Start. Auf dem Platz ging‘s höchstens um die Ehre, trotzdem war die gesamten 90 Minuten Pfiff in der Partie.

Garcia macht den Robben

Die Kleeblätter starten giftig ins Spiel, aber Rot-Weiss ruht sich diesmal nicht erst bis zum Pausentee aus. Beide Mannschaften haben starken Zug zum Tor und während RWO in den ersten Szenen nur der letzte Pass fehlt, jubeln die Essener in der 18. Spielminute. Tolga Cokkosan hatte Marcel Platzek gesucht, der aus der Mitte Benjamin Baier auf rechts bedient. Im Strafraum hängt der rot-weisse Mannschaftskapitän dann drei Verteidiger ab und trifft zur frühen 1:0-Führung: „Das hat uns natürlich in die Karten gespielt“, zwinkert Sven Demandt. Eine echte Seltenheit: Statt aus dem Spiel heraus gelingt der schnelle 1:1-Ausgleich für Oberhausen nach einer Ecke! Güngör Kaya hatte nach Kopfballverlängerung in der 23. den Fuß hingehalten. Das Ergebnis nehmen die Teams mit in die Kabinen.
Die 13.567 Zuschauer haben‘s mit der Bratwurst auf der Faust kaum zu ihren Sitzen geschafft, da kann der Großteil schon wieder aufstehen. Dennis Malura flankt von rechts in den Strafraum, Platzek macht sich lang und grätscht das Leder zum 2:1 in den Oberhausener Kasten (46.). Chancen gibt‘s genug, in der 60. klatscht ein Oberhausener Schussversuch gegen das Essener Aluminium. Zehn Zeigerumdrehungen später jubeln trotzdem erneut die Rot-Weissen: Der oft zu eigensinnige Kasim Rabihic zögert gewohnt lange, zieht nach innen und zeigt mit seinem flachen Distanzschuss zur 3:1-Führung sein ganzes Können. Der 3:2-Anschlusstreffer erinnert an Arjen Robben, Rafael Garcia zirkelt die Kugel für RWE-Keeper Robin Heller unhaltbar ins Tor.

Den Pott im Blick

„Ein gutes Spiel meiner Mannschaft, ein verdienter Sieg“, ist Demandt mit dem Ergebnis zufrieden. „Wir nehmen jetzt ein gutes Gefühl mit ins Pokalfinale.“ Das steigt am 25. Mai an der Hafenstraße gegen den MSV Duisburg. Der Einzug in den DFB-Pokal ist zwar sicher, aber die Essener wollen den Pott wieder an die Hafenstraße holen. Vorher gibt‘s zum Abschluss in der Regionalliga noch eine Aufwärmübung gegen die TSG Sprockhövel.
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