Grundstein-Pflaster: Zwei große Neubauprojekte in 2016 auf Zollverein

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Auf ein erfolgreiches Jahr blickt die Stiftung Zollverein zurück. Foto: Stiftung Zollverein

Die Stiftung Zollverein blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2015 zurück. Rund 1,5 Millionen Menschen besuchten in den vergangenen zwölf Monaten das UNESCO-Welterbe Zollverein. Die Besucherzahlen der Publikumsattraktionen Denkmalpfad Zollverein, Ruhr Museum und Portal der Industriekultur sind damit seit 2011 auf konstant hohem Niveau. Auch Veranstaltungen unter freiem Himmel, wie die „ExtraSchicht“ und die Zollverein Eisbahn faszinierten Besucher.

Mit der Grundsteinlegung für den Neubau des Fachbereichs Gestaltung der Folkwang Universität der Künste und der fortschreitenden Erschließung der Kokerei ging die Standortentwicklung unter dem Stichwort „Zollverein 2020!“ im vergangenen Jahr mit großen Schritten voran. Für das beginnende Jahr 2016 stehen viele weitere wichtige Sanierungsarbeiten an. Das Veranstaltungs- und Führungsangebot der Stiftung Zollverein verspricht in diesem Jahr für Besucher zahlreiche abwechslungsreiche Erlebnisse auf dem Welterbe Zollverein.

Eisbahn, Denkmalpfad und Ruhr Museum

Einen hervorragenden Abschluss erzielte die Zollverein Eisbahn, die in ihrer 14. Saison rund 40.000 Besucher anlockte und damit die Vorjahreszahlen um etwa 30 Prozent überschritt. Die zusätzlicheFläche zum Eisstockschießen war schon vor Eröffnung fast ausgebucht und wird auch 2016 wieder für Sportsgeist auf der Kokerei sorgen.
„Wir freuen uns sehr über diesen großen Zuspruch von Besuchern aus nah und fern und werden die erfolgreiche Eisbahn-Saison zum Anlass nehmen, das Wintersport-Angebot auf der Kokerei Zollverein mit dem dazugehörenden Winterdorf im nächsten Jahr zu erweitern“, so Hermann Marth, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Zollverein.
Allein ein Drittel der Gesamtbesucher des Welterbes sind Gäste des Denkmalpfads Zollverein, des Ruhr Museums oder des Portals der Industriekultur. Rund 155.000 Besucher nahmen an Führungen im Denkmalpfad Zollverein teil, das sind 7,5 Prozent mehr als im Vorjahr.

Im Zeichen der Neubauprojekte

Das Jahr 2016 steht im Zeichen zweier großer Neubauprojekte auf dem Welterbe-Gelände. Im Oktober 2015 wurde der Grundstein für den Neubau der Folkwang Universität der Künste gelegt, seitdem schreiten die Bauarbeiten stetig voran. Zum Wintersemester 2017/2018 werden rund 500 Studierende und 70 Mitarbeiter den universitären Betrieb aufnehmen. Zudem soll bis Ende 2017 ein Hotelneubau bezugsfähig sein.
Wesentlicher Baustein für die Entwicklung des Unternehmensstandorts Zollverein ist der geplante Neubau für die Zentrale der RAG AG und der RAG-Stiftung mit rund 250 Büroarbeitsplätzen, der in direkter Nachbarschaft zum Unternehmenssitz der RAG Montan Immobilien GmbH auf dem Kokerei-Areal entsteht. Die vorbereitenden Bodenarbeiten wurden im Dezember 2015 fertiggestellt, im Frühjahr 2016 erfolgt die Grundsteinlegung, Herbst 2017 ist der geplante Einzugstermin.
Der Umbau des Kammgebäudes auf der Kokerei ist in vollem Gange. Die sechs Hallen und das zweigeschossige Schalthaus sind vollständig vermietet. Auch der Umbau der ehemaligen Sauger- und Kompressorenhalle zur Grand Hall Zollverein macht kontinuierlich Fortschritte. Die multifunktionale Veranstaltungshalle für bis zu 2.500 Gäste erweitert nochmals das vielfältige Angebot an Eventlocations auf dem Standort und wird voraussichtlich Ende 2016 durch die privatwirtschaftliche Betreibergesellschaft Grand Hall Zollverein GmbH fertiggestellt.

Sanierung bis 2018

Zudem widmete sich die Stiftung Zollverein 2015 ihrer Aufgabe, die Bausubstanz des Welterbes Zollverein denkmalgerecht zu erhalten. An den sechs Schornsteinen der Kokerei haben im August 2015 Sanierungsmaßnahmen begonnen, die bis 2018 abgeschlossen sein sollen. Für das Jahr 2016 sind weitere umfangreiche Arbeiten geplant. Zur Jahreswende hat die Stiftung Zollverein bereits mit Sicherungsarbeiten am Fördergerüst Schacht 1 im Quartier Schacht 1/2/8 begonnen.
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