Cool bleiben - fair streiten im Nordviertel

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Zeigen stolz ihr Plakat: (oben, v.l.): Winfried Rottenecker, Anja Stenzel, Silke Michl, Adrian Kuzorra; (unten v.l.): Philipp, Rouda, Aminata, Phelippe, Afshin (Foto: Linde)
„Cool bleiben - fair streiten im Nordviertel Essen“ steht auf dem neuen Plakat, das für ein besseres Miteinander im Nordviertel sorgen soll.

Der Initiator Winfried Rottenecker, Diakon der St. Gertrud Kirche, Rottstraße 36, erklärt „Wir haben uns überlegt wie man vielleicht für ein besseres Zusammenleben im Nordviertel sorgen kann. Dann haben wir Kinder aus unterschiedlichen Einrichtungen in der Gegend gefragt und es kamen vier Regeln zusammen, die den Kindern besonders wichtig sind“.
- „Freundlich sein, keine bösen Wörter!“
- „Reden, nicht schlagen!“
- „Freunde sein, nicht ärgern!“
- „Erwachsene rufen, wenn es unfair wird!“

Das sind die vier Regeln die nach der Befragung der Kinder zusammen kamen und die von der Künstlerin Petra Seider auf Plakat verewigt wurden. Es zeigt ein Mandala, welches in vier Bereiche aufgeteilt ist, je einer für jede Regel. In jedem Viertel sieht man ein falsches und ein richtiges Verhalten - die Kinder können dann ankreuzen was sie für richtig halten.

Jeden Dienstag treffen in der St. Gertrud Kirche

Geplant ist, das Plakat in den verschiedenen Einrichtungen im Nordviertel aufzuhängen, damit es eine breite Öffentlichkeit findet. Unterstützer des Projektes sind das Jugendamt und die Polizei Essen, die Kirchen, der Caritas und der Sozialverband katholischer Frauen (SkF).
Letzterer trifft sich im Zuge des Projektes Fliz-Mobil jeden Dienstagnachmittag in der St. Gertrud Kirche und bietet einiges für Kinder und Eltern: gemeinsames Essen, gespendet von der Essener Tafel, Hausaufgabenhilfe, Kunst, Spiel und Spaß, Sport aber auch Beratung und Tipps für Behördengänge und den Alltag.

Verschiedene Kulturen an einem Tisch

Silke Michl vom SkF versteht diesen wöchentlichen Treff als „Ort des Austausches“, was auch durch verschiedene Kulturen vor Ort zum Ausdruck kommt.
Auch Muslime sind vertreten. Gemeinsam feiert man die Feste der anderen Religionen, so feiern Christen und Muslime zusammen Nikolaus, aber auch das kurdische Neujahrsfest Newroz, berichtet Winfried Rottenecker.
„Hier is‘ immer lustig“ ruft eine Helferin des Projektes auf dem Flur - ein erster Eindruck: mit solchen Zusammenkünften ist schon ein gutes Stück Arbeit für das Viertel geleistet.
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