Geplante Kapazitätserweiterung des Flughafens Düsseldorf - mehr Fluglärm für Essen.

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Wenn die Düsseldorfer Flughafen GmbH mit mehr Flugbewegungen - also lautstarken Starts und Landungen mehr Geld als nisher verdienen will, sollen die Essener BürgerInnen nicht darunter leiden müssen - da ist interkommunale Solidarität gefragt - oder eben auch Bürgerprotest.
Essen: Stadtmitte | Dazu erklärt Hiltrud Schmutzler-Jäger, Fraktionsvorsitzende der grünen Ratsfraktion:
„Die vom Flughafen Düsseldorf geplante Kapazitätserweiterung stellt eine unerträgliche Mehrbelastung der Essener Bevölkerung durch Fluglärm dar. Die zwischenzeitlich vom Flughafen Düsseldorf als Entgegenkommen beim Lärmschutz dargestellte Antragsänderung ist ein Täuschungsmanöver. Der Düsseldorfer Flughafen will weiterhin in der Hälfte der Betriebszeiten 60 Flugbewegungen statt der derzeit erlaubten 45 Starts und Landungen durchsetzen. An dem mit dem Antrag verfolgten Konzept des Flughafens, seine Kapazität um rund 20 Prozent zu steigern, wird also nichts geändert. Die Folge wird eine Zunahme bei den Verspätungen und den Nachtflügen sein.
Wir freuen uns, dass der interfraktionelle Konsens gegen eine Zunahme des Fluglärms in Essen weiterhin Bestand hat. Nun gilt es, im Schulterschluss mit den Fluglärmschutzinitiativen alle politischen und rechtlichen Maßnahmen zur Verhinderung dieses Antrags auf Kapazitätserweiterung zu ergreifen. Wir erwarten, dass uns auch die Essener Landtagsabgeordneten von SPD und CDU in dieser Frage unterstützen. Ein guter Anfang ist mit der Bildung des Aktionsbündnisses der fluglärmbetroffenen Städte im Umfeld des Düsseldorfer Flughafens bereits gemacht.“

Einige Fakten zum Hintergrund:
Der Aufsichtsrat der Flughafen Düsseldorf GmbH hat am 1. Oktober 2014 beschlossen, die Inhalte des ge-planten Antrags auf „Planfeststellung mit einer Änderung der Betriebsgenehmigung“ in zwei Punkten zu ändern und den geänderten Antrag im Frühjahr 2015 beim Verkehrsministerium einzureichen.
In dem modifizierten Antrag soll die Vergabe der Slots (Zeitfenster für Starts und Landungen) weiterhin wie bisher gleichmäßig auf das Jahr verteilt werden. Ursprünglich wollte der Flughafen die Slotkapazität im von den Fluggesellschaften schwächer nachgefragten Winterhalbjahr bei Bedarf in das nachfragestärkere Sommerhalbjahr legen. Außerdem verpflichtet sich der Flughafen, auch zukünftig die Nutzung der Nordbahn unter Berücksichtigung des aktuellen Koordinierungsstandes wöchentlich im Voraus festzulegen und die Planung der Genehmigungsbehörde vorab zu übermitteln. Neu eingeführt werden soll hingegen ein jedes Halbjahr neu aufzubauendes Zeitkonto ungenutzter Zwei-Bahn-Zeitabschnitte.
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