Grüne Essen rufen zur Kundgebung gegen HoGeSa auf - Genehmigung ist Fehlentscheidung

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Bild aus einer Aktion der Grünen vor dem ersten - am Anfang des Jahres - zum Glück gescheiteren Versuch der HoGeSa, durch die Essener Innenstadt zu marschieren.
Essen: Essen-Mitte | Für kommenden Sonntag (20. September) hat die gewaltbereite rechte Gruppierung „Hooligans Gegen Salafisten“ (HoGeSa) eine Kundgebung und Demonstration in Essen angemeldet, die genehmigt wurde. Dazu erklärt Kai Gehring, Sprecher Essener Grünen:
Einmal mehr wollen gewaltbereite rechte Extremisten unsere Innenstadt zur Bühne für ihre Parolen, ihren Hass und ihre Gewalt machen. Gerade HoGeSa fielen in der Vergangenheit in Essen, Köln und anderswo mehrfach durch völlig inakzeptable Gewaltausbrüche auf. HoGeSa steht außerhalb jedes gesellschaftlichen Konsenses und ist ein Fall für den Verfassungsschutz.
Die Genehmigung von Kundgebung und Demonstration halten wir für falsch. Es ist inkonsequent und unverständlich, dass der HoGeSa-Aufmarsch im Januar verboten wurde und jetzt erlaubt ist. Dass gewaltbereite Rechtsextremisten durch die Innenstadt marschieren dürfen, während auf dem zentralen Willy-Brandt-Platz ein Kinderfest des VKJ ("Verein für Kinder- und Jugendarbeit in sozialen Brennpunkten") stattfindet, halten wir für eine unverantwortliche Fehlentscheidung.

Essen stellt sich quer gegen HoGeSa-Extremisten

Wir stellen uns klar gegen HoGeSa-Hetze und Gewalt und rufen zur Gegendemonstration des breiten Bündnisses "Essen stellt sich quer" auf. Kampfansagen von HoGeSa-Extremisten an unsere offene und multikulturelle Gesellschaft stellen wir uns friedlich und unmissverständlich entgegen. Schon mehrfach in diesem Jahr haben die Essenerinnen und Essener gezeigt, dass unsere Stadt weltoffen ist und Vielfalt anerkennt. Das großartige Engagement für Flüchtlinge zeigt die Herzlichkeit und Weltoffenheit der Bürgerschaft unserer Stadt einmal mehr eindrucksvoll.
Wir lassen uns nicht gegeneinander aufhetzen und die Offenheit unserer Gesellschaft nicht kaputt machen. Essen muss eine friedliche Stadt bleiben, ohne Fundamentalismus und Gewalt. Wir bekämpfen Vorurteile und Menschenfeindlichkeit, daher sind wir gegen Pegida, gegen Hooligans und gegen Dschihadisten – die haben hier alle keinen Platz. Rechtsextremismus ist Gift für unser Zusammenleben, denn jeder muss in dieser Stadt ohne Angst verschieden sein können."
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