Schonnebeck wieder ohne Gegentor; siegt in Dinslaken

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Englische Woche in der Oberliga: Die SpVg Schonnebeck reiste am Mittwoch nach Dinslaken zum TV Jahn-Hiesfeld. Ein kleines Kontrastprogramm zum Knaller vom vergangenen Wochenende gegen den KFC Uerdingen.

Im Vergleich zum torlosen Remis an der Gotenburg brachte Trainer Dirk Tönnies Emrah Cinar und Jordi Barrera von Beginn an. Sie verdrängten den angeschlagenen Arian Reimann fürs erste auf die Bank - Steffen Peschka setzte die Partie aufgrund von Sprunggelenksproblemen komplett aus. Der TV Jahn-Hiesfled begann mit einem gehörigen Zug zum Tor. Es dauerte gute zehn Minuten, ehe die Schwalbenträger etwas Ruhe in die Partie bekamen, um ihr eigenes Spiel aufzuziehen. Die Veilchen blieben spielbestimmend, während die Essener Offensivbemühungen zu blutleer vor dem Tor der Dinslakener verebbten. Zur Mitte von Durchgang Eins wurden Torabschlüsse seltener und beide Teams schlugen eine härtere Gangart ein (Bis zum Abpfiff wurden neun gelbe Karten, einmal Gelb-Rot und einmal glatt Rot verteilt). Schonnebeck begann langsam damit sich die höheren Spielanteile zu sichern. In der 29. Minute hatte Sturmtank Cinar die Führung auf dem Fuß, doch Hiesfelds Keeper Kevin Hillebrand wies den letztjährigen Torschützenkönig der Landesliga ab. Der Gastgeber blieb mit schnellen Vorstößen über links brandgefährlich. Denis Dluhosch und Kai van der Gahten hatten ihre Gegenspieler aber stets im Griff. Kapitän Matthias Bloch hingegen trat in der 38. Minute den einsamen Gang zum Punkt an, nachdem Georgios Ketsatis im Strafraum mit unrechten Mitteln gestoppt worden war. Blochs Strafstoß wurde im ersten Anlauf abgewehrt, aber der Essener Kapitän brachte das Spielgerät im zweiten Versuch per Kopf über die Linie. Mit dem 1:0 ging es in die Pause.

Bley avanciert zum Matchwinner

Nach Wiederanpfiff entschied Schiedsrichter Tim Pelzer in der 48. Minute auf Elfmeter gegen die Essener, die zu Recht reklamierten - Ohne Erfolg. Doch Schonnebeck konnte sich auf Keeper Andre Bley verlassen, der den Strafstoß festhielt. Davon beflügelt griff Schonnebeck an. Soufian Ramis Distanzschuss aus der 51. verfehlte knapp. Die Schwalbenträger konnten jetzt etwas mehr kombinieren, während das Spiel jedoch wenig von seinem Kampfcharakter einbüßte. Nach einem Freistoß jubelte die Schonnebecker Bank. Aber van der Gahtens Kopfballtreffer wurde aberkannt (62.). Die letzten 20 Minuten begannen mit zwei Platzverweisen für die Hausherren. In der 73. Minute verfehlte ein Kopfball von Ketsatis das Gehäuse von Hillebrand nur knapp. Indes zeigte sich die Offensivabteilung der Veilchen von der Unterzahlsituation unbeeindruckt und zwang Bley zu zwei Glanzparaden. Die letzten zehn Minuten gehörten aber vollends den Gästen. In der 81. verfehlte Berkay Öz aus nächster Nähe. Keine Minute später bediente Öz Kevin Barra, der zum 2:0 einschoss (82). Bis zum Schlusspfiff nutzen die Essener die sich auftuenden Räume; blieben aber im Abschluss nicht fordernd genug. Die SVS hätte eigentlich mit 4:0 vom Platz gehen können.

"Ein bisschen wie ein Film."

Dirk Tönnies analysierte nach dem Spiel, dass man anfangs seine Probleme mit dem Gegner hatte, doch nachher habe man die Dinslakener immer besser in den Griff bekommen. Die zwei Platzverweise hätten ihr Übriges getan. Mit ein bisschen Wehmut sprach Tönnies von dem Überzahlspiel seiner Schützlinge. Ein Lob gab es für Schlussmann Bley, der war mit starken Zahnschmerzen angetreten und hielt den entscheidenden Strafstoß, der eigentlich nicht hätte gegeben werden dürfen. Dass Schonnebeck nach 270 Minuten Oberliga-Fußball immer noch ohne Gegentor dar steht, ist zu großen Teilen Bleys Verdienst, der sich aber keine Illusionen macht: „Natürlich; das ist ein Lauf, aber irgendwann wird das Gegentor kommen.“ Nach zwei Siegen und einem Unentschieden in Krefeld, gab Linienchef Tönnies zu: „Es ist im Moment ein bisschen wie ein Film. Wenn uns Jemand vor Saisonstart erzählt hätte mit sechs Punkten aus drei Spielen zu starten; den hätten wir für verrückt erklärt.“

Am Sonntag geht es gegen die U23 RWOs am Schetters Busch

Eine Momentaufnahme der Tabelle fasst im Grunde trefflich zusammen, was die SpVg gerade geschafft hat. Nach drei Spieltagen steht der Aufsteiger auf dem dritten Tabellenplatz, sind ungeschlagen und sind das einzige Team der Liga, welches noch keinen Gegentreffer hinnehmen musste. Wie lange dieser „Film“ noch läuft, wird sich zeigen. Am Sonntag gastiert die U23 von Rot-Weiß Oberhausen am Schetters Busch. Die Oberhausener verloren am Mittwochabend gegen den KFC Uerdingen 1:4. Der Ball rollt ab 15 Uhr.

TV Jahn Hiesfeld: Hillebrand - Wichert, Jacobs (60. Hecht), Corvers, Kolberg - Schirru, Yolasan (66. Mastrolonardo), Polk - Menke, Zwikirsch, Rankl.

SpVg Schonnebeck: Bley - Dluhosch, von der Gathen , Bloch- Patelschick, Barrera, Barra, Ketsatis - Rami (87. Kepenek) - Öz, Cinar (84. Schlomm).

Schiedsrichter: Tim Pelzer (Krefeld).

Tore: 0:1 Bloch (42.), 0:2 Barra (80.).

Zuschauer: 110.

Gelb-Rote Karte: Polk (71., wiederholtes Foulspiel)

Rote Karte: Zwikirsch (66., Schiedsrichterbeleidigung).

Bes. Vork.: Hillebrand (Hiesfeld) hält Elfmeter von Bloch (42.) - Bley (Schonnebeck) hält Elfmeter von Kolberg (49.).
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