Zeche Heinrich (Essen-Überruhr)

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Zeche Heinrich (Essen-Überruhr)
Essen: Zeche Heinrich | Die Zeche Heinrich (Steinkohlen-Bergwerk in Essen-Überruhr) hatte ihren Betriebsbeginn 1852, das Betriebsende war 1968.

Das Grubenfeld verlief im Bereich von Überruhr bis nach Byfang im Süden und im Osten bis kurz vor Burgaltendorf.

Durch Konsolidation einiger Zechen entstand die Gewerkschaft Heinrich. 1810 wurde ein Stollen in die Anhöhe getrieben, der bis 1827 betrieben wurde. Später wurde der Übergang zum Tiefbau notwendig.

1847 erfolgte die Genehmigung zum Tiefbau. In diesem Jahr wurde Schacht Heinrich 1 abgeteuft, 1852 nahm er die Förderung auf.

Nach Erweiterung des Grubenfeldes wurden die Schächte tiefergeteuft, um die tiefer liegenden Kohlenvorräte zu erschließen und abzubauen. Schacht Heinrich 1 erhielt als Fördereinrichtung ein deutsches Strebengerüst . Die Förderung konnte auf 100.000 t Anthrazitkohle pro Jahr gesteigert werden.

1916 - 1918 wurde Schacht Heinrich 2 geteuft. Dieser wurde mit einem Hammerkopf-Förderturm versehen. Durch eine Dampffördermaschine konnte die Förderung auf 210.000 t Kohle gesteigert werden.

1929 stieg durch Intensivierung der Aus- und Abbaumaßnahmen die Förderung auf bis zu 500.000 t Kohle jährlich bei ~1.400 Beschäftigten.

Nach Kriegsende wurde 1951 - 1954 im Süden des Schachts 1/2 ein Wetterschacht (Holthuser Tal) geteuft.

Ab 1960 übernahm Schacht 3 (geteuft 1957 - 1958) als neue Zentralförderanlage die gesamte Kohleförderung. Schacht 1 blieb zur Seilfahrt, Schacht 2 blieb zur Bewetterung offen.

Stilllegung
Wegen der Kohlekrise verblieb die Förderung auf Schacht 1/2/3, mit der Zeche Theodor wurde 1964 ein Förderverbund eingegangen.

Dennoch wurde der Bergbaubetrieb 1968 aufgegeben. Die Stilllegung wurde für die Förderschachtanlagen Heinrich und die Theodorschächte vollzogen. Sie wurden verfüllt, nur Schacht Heinrich 3 und Holthuser Tal blieben zur Wasserhaltung offen und sind auch heute noch für diese Funktion in Betrieb.

Das Schachtgerüst Heinrich 3 wurde erhalten, es ist weithin sichtbar, thront über der Ruhr und ist ein Teil der Route Industriekultur.

Das Grubenwasser muss auf lange Dauer ("Ewigkeitskosten") gehoben werden..., es stellt allerdings eine Trinkwassernotreserve für die Stadt Essen dar. Falls die Förderung des Grubenwassers eingestellt würde...: die Oberhausener City liegt ~3m unterhalb von Überruhr-Holthausen und könnte somit geflutet werden.
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