Eine Noteinrichtung! Besichtigung des Zeltdorfes für Flüchtlinge im Heidhauser Volkswald

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Sozialdezernent Peter Renzel begrüßte die Anwohner des Volkswaldes.

Bei der Besichtigung des Zeltdorfes am Volkswald waren rund 100 interessierte Anwohner, Helfer, Ortspolitiker anwesend, die in zwei Gruppen durch die Zelte geführt wurden.

Sozialdezernent Peter Renzel begrüßte und stellte direkt klar: „Jeden Tag kommen 35 bis 40 Flüchtlinge zu uns nach Essen. Wenn das so weitergeht, fehlen uns zum Jahresende noch 2.000 Plätze! Wir sind jetzt schon völlig auf Kante genäht, dieses Zeltdorf ist nicht unser Wunsch gewesen, sondern eine absolute Noteinrichtung, um Obdachlosigkeit zu verhindern. Wir möchten nicht, dass in Essen Flüchtlinge auf der Straße schlafen müssen!“ Genauso sieht es Ordnungsdezernent Christian Kromberg, der sich - auch angesichts des einsetzenden Nieselregens – deutlich äußerte: „Dieses Thema ist nun wirklich nicht vergnügungssteuerpflichtig!“

„Einrichtung höchst spartanisch!“

Im Gespräch machte Kromberg klar, dass der Stadt keine andere Wahl bliebe, aber alles unternommen werde, um diese Notbehelfe sobald wie möglich wieder auflösen zu können und die Flüchtlinge in festen Bauten unterzubringen: „Die Einrichtung ist nun wirklich höchst spartanisch! Ich habe mir diese Entscheidung nicht leicht gemacht, doch uns fehlen inzwischen die Alternativen, deswegen mussten wir sogar erste Turnhallen belegen, was wir vermeiden wollten. Aber wir wissen auch nicht, wie viele Menschen Essen noch aufnehmen muss.“
Peter Renzel bat um Verständnis: „Wir machen das zum ersten Mal und müssen erst unsere Erfahrungen machen, notfalls nachbessern. Bisher haben wir in unseren Einrichtungen eine ruhige und friedliche Atmosphäre, hoffentlich bleibt das auch so, wenn der Winter einsetzt.“
Ein letzter Wunsch? „Wir hoffen, dass die zugesagten Bundesmittel nicht beim Land NRW hängen bleiben!“
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