Eine gemischte Tagesordnung

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Schon seit geraumer Zeit ist der Gervinuspark ein prominentes Thema in den Sitzungen der Bezirksvertretung III Essen-West. Doris Eisenmenger, Bezirksbürgermeister Klaus Persch und Rolf-Dieter Liebeskind (re.) an einem alten Planungsentwurf.
 
Auch die Bezirksbeauftragten kamen wieder zu Wort. Hier der Kinder- und Jugendbeauftragte Peter Krause.
 
Ricarda Fischer vom Stadtteilprojekt Altendorf berichtete wiederholt über Neuentwicklungen und Termine im Stadtteil.
Bezirksvertretung III Essen West tagt zum 24. Mal



Getagt wurde dieses Mal im Tagungsraum des Haus des Sports in der Planckstraße 42. Neben dem Bezirksbürgermeister Klaus Persch, dem 1. stellvertretenden Bezirksbürgermeister Rolf Dieter Liebeskind (CDU) und der 2. stellvertretenden Bezirksbürgermeisterin Doris Eisenmenger (Die Grünen), waren fast alle anderen Parteienvertreter anwesend und somit beschlussfähig.


Zu Beginn wurde zunächst wie immer die aktuelle Viertelstunde thematisiert, in der stets Vertreter bestimmter Institutionen zu Wort kommen. Der nächste Tagesordnungspunkt betraf die Gesamtliste der geplanten Investitionen in die Schulinfrastruktur in Essen und dem städtischen Haushalt. Das Sonderinvestitionsprogramm der Stadt Essen sieht für die Jahre 2017 bis 2020 Investitionen in die gesamtstädtische Infrastruktur mit einem Gesamtvolumen von etwa 561 Millionen Euro vor. Mit diesem Programm werden notwendige Investitionen in Schulen, Kitas, Straßen, Plätze, Brücken und anderen städtischen Immobilien (z.B. Verwaltungsgebäude) in Essen getätigt.

Gervinuspark wieder starkes Thema

Weiter ging es mit dem Tagesordnungspunkt zukunftsorientierter und klimagerechter Umbau des Gervinusparks, der durch den Jahrhundertsturm „Ela“ komplett verwüstet wurde. Präzise ging es um die Umgestaltung des Eingangsbereichs Grevelstraße/Gervinusstraße, was als die Maßnahme im Jahr 2017 angesehen wird. Konkret meint dies eine Aufwertung des Zugangs in Form einer kleinen Platzgestaltung mit Schmuckbepflanzung und Sitzmäuerchen zum Verweilen und Ausruhen und einer Hinweistafel zur Geschichte des Parks. Um für zusätzliche Sicherheit im Park zu sorgen, sind insbesondere am neuen Eingangsplatz aber auch an der weiterführenden Wegeverbindung ins Parkinnere Mastleuchten vorgesehen. Die vorhandene Randbepflanzung zu Grevel- und Gervinusstraße soll überarbeitet und gelichtet werden, damit mehr Einblick in den Park gewährleistet wird. Die vorhandenen alten Grabsteine in diesem Bereich werden entlang dieses Weges neu gruppiert, um die Erinnerung an den ehemaligen (jetzt aber entwidmeten) Friedhof aufrecht zu halten. Das Grab der Bürgermeister Kerckhoff soll an seinem Standort entsprechend hergerichtet werden. Die Baukosten (Wegebau, Beleuchtung, Begrünung) betragen ca. 100.000 €. Der Ausbau soll im kommenden Herbst durch die Essener Arbeit- und Beschäftigungsgesellschaft mbH erfolgen. Die BV III stimmte der Umgestaltung des Eingangsbereichs entsprechend der Planung der Verwaltung zu.

Flüchtlingsbetreuung in Holsterhausen

Weiter ging es mit dem Thema Flüchtlingsbetreuung. In Holsterhausen befinden sich derzeit drei Übergangs- und Behelfseinrichtungen, die alle unterbelegt sind. Die Betreiber sind dem Sozialamt unterstellt, wobei die hauptamtliche Arbeit durch zwei Runde Tische, Holsterhausen und Hamburger Straße, umfangreich unterstützt wird. Die in den Unterkünften untergebrachten Personen bilden, gemessen an der Einwohnerzahl des Stadtteils, einen Prozentsatz von 2, 17 %. Für die Kinder und Jugendlichen in Holsterhausen stellt das Angebot bei den Kinder- und Jugendeinrichtungen eine quantitativ und qualitativ sehr gute Angebotspalette dar. Zusammenfassend stellt sich die infrastrukturelle und psychosoziale Versorgung im Stadtteil Holsterhausen (und durch die im angrenzenden Stadtteil Frohnhausen vorhandenen Angebote) sowohl im Umfang, als auch in der Qualität als derzeit gut dar.

Geplanter Ausbau des Kinderbetreuungsangebots

Der folgende Punkt behandelte den Ausbau des Kinderbetreuungsangebots in Essen. Fakt ist, dass, wie in vielen anderen Kommunen in NRW, auch in Essen der Ausbau des Kinderbildungs- und Betreuungsangebotes nicht mit der rasant steigenden Zahl der Kinder im Alter von null bis sechs Jahren Schritt halten kann. Das hat zur Folge, dass immer mehr Eltern ihren Rechtsanspruch geltend machen. Die Zahl der offenen Rechtsansprüche ist besonders in den Bezirken hoch, in denen viele Kinder leben und die Versorgungsquote schlecht ist, also auch im Bezirk III. Um besonders den Kindern, die im Sommer 2017 und 2018 in die Schule kommen, einen Betreuungsplatz, wenn auch in einem geringeren Umfang, anbieten zu können, hat der Jugendhilfeausschuss im Februar 2017 beschlossen, kommunale Mittel zur sofortigen Aufstockung des Betreuungsangebotes bereitzustellen. Die anhaltende Sorge der Eltern, keinen Betreuungsplatz für ihre Kinder zu bekommen, hat die Verwaltung darüber hinaus veranlasst, parallel zum fortschreitenden Ausbau in vier Veranstaltungen die Öffentlichkeit transparent über alle Planungsoptionen zum Ausbau des Kinderbildungs- und Betreuungsangebotes in den neun Stadtbezirken zu informieren. Die Informationen aus den vier Veranstaltungen können unter www.essen.de/Betreuungsplatzausbau eingesehen werden.

Spielplatz Görresplatz für 120.000 Euro erneuert

Weiterhin beschäftigte sich die BV III Essen-West mit der Umgestaltung des Spielplatzes Görresplatz (Kerckhoffst./Dahnstr.). Der Spielplatz, für den es keine Patenschaft gibt, ist nach jahrelanger Nutzung abgespielt und für die Kinder nicht mehr attraktiv. Die Planung von GGE sieht eine grundlegende Umgestaltung und Neuausrichtung der Anlage vor. Konkret bedeutet dies eine Neugestaltung des Sandspielbereiches für Kleinkinder sowie eine Aufstellung einer Spielgerätekombination aus Spielhäuschen, Rutsche, Kletternetz, sowie neue Sitzmöglichkeiten. Etwas abgesetzt davon ist das neue Angebot für die älteren Nutzer angeordnet; einem Treffpunkt mit Jugendbänken, Tisch/Bankkombination, einer Ballspielfläche mit einem Streetballkorb und einem Minitor und einer großen Street Workout Anlage (Calisthenics), einem Fitnessgerät mit Reckstangen, Barren, Hangelbogen, an dem man sich sportlich betätigen kann. Die Baukosten betragen ca. 120.000 €, die Mittel stehen bei GGE bereit. Nach öffentlicher Ausschreibung soll die Maßnahme im Spätherbst/Winter 2017 ausgebaut werden.
Die nächste Bezirksvertretungssitzung findet statt am 21. September um 17 Uhr im Lighthouse (Liebigstraße 1).
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