Alleine unterwegs – Kinder und Jugendliche berichten von ihrer Flucht nach Deutschland

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Rund 60.000 Kinder und Jugendliche sind 2015 ohne ihre Familien nach Deutschland gekommen. Allein in Gelsenkirchen befinden sich aktuell 145 junge Flüchtlinge in staatlicher Inobhutnahme und Betreuung. Sie kommen aus Afghanistan, Syrien, dem Irak, aber auch aus afrikanischen Staaten wie Somalia. Viele sind traumatisiert und brauchen einen besonderen Schutz. Und auf ihren Schultern lasten oftmals die Hoffnungen ihrer zurückgelassenen Familien auf eine zügige Familienzusammenführung in Deutschland.

Der Gelsenkirchener Bundestagsabgeordnete Oliver Wittke MdB hat nun 30 Kinder und Jugendliche zu einem Gespräch und Mittagessen getroffen. Dabei berichteten die jungen Flüchtlinge über ihre teilweise monatelange Flucht und über ihre ersten Erfahrungen in Deutschland. Enttäuscht zeigten sich einige über langwierige Asyl- und Verfahrensprozesse, was Oliver Wittke gut nachvollziehen konnte, allerdings mit Verweis auf die hohen Flüchtlingszahlen erklärte: „Auch ich wünsche mir eine schnellere Bearbeitung der Asylanträge. Doch in Anbetracht der vielen Menschen, die in Deutschland Zuflucht suchen, werden viele von Ihnen Geduld mitbringen müssen.“

Mit Blick auf die sich dennoch für die Flüchtlinge eröffnenden Möglichkeiten sprach Wittke Mut zu: „Deutschland hat eines der besten Bildungssysteme der Welt. Sehen Sie Ihren Aufenthalt in Deutschland auch als Chance, die deutsche Sprache zu lernen und einen Schul- und Berufsabschluss zu erzielen. Das, was Sie an Bildung erlangen, wird Ihnen niemand mehr nehmen können!“ Abschließend kündigte Wittke an, die Gruppe im Mai in ihrer Flüchtlingsunterkunft zu besuchen, worauf hin die Gruppe spontan einen Empfang mit Musik und traditionellem Essen ankündigte.
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