„Elf Freunde müsst ihr sein“

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Ein Teil des Fußballteams der Stadt Gelsenkirchen fand sich im Hans-Sachs-Haus ein, um die Gründung des Teams voranzutreiben. Mit dabei natürlich die „Overheads“ Teamchef Jürgen Hansen, die medizinische Abteilung mit Beate Rafalski und Sportdirektor Dr. Klaus Haertel. Der Ball ist übrigens ein Überbleibsel der Hallenfußball-Stadtmeisterschaft 2017 und wurde dem Team von Gelsensport großzügig überlassen.Foto: Gerd Kaemper
Gelsenkirchen: Hans Sachs Haus |

Was im vergangenen Jahr noch aus einer Laune heraus ins Leben gerufen wurde, steht nun auf einem festen Fundament: Die Stadt Gelsenkirchen hat ein Fußballteam.

Ratsherren- und Stadtverwaltungsteam

Damit ist natürlich nicht der FC Gelsenkirchen-Schalke 04 gemeint, sondern tatsächlich eine Stadtauswahl aus Politik und Stadtverwaltung, die nun mit Fug und Recht am Fußball-Ratsherrenturnier teilnehmen kann.
Im vergangenen Jahr fanden sich spontan Vertreter aus Verwaltung und Politik zusammen und kickten beim 38. Ratsherrencup 2016 in Landshut mit. Ohne große Vorbereitung trat das Team um Teamchef Jürgen Hansen gegen sieben weitere Teams aus Hamburg, München und so weiter an. Am Ende fuhren die Gelsenkirchener mit einem achten Platz unter acht Mannschaften, aber glücklich, denn immerhin gab es keine Verletzten, den Heimweg an.

Ein Sportdirektor für das Team

In diesem Jahr soll nun alles professioneller werden. Dazu wurde neben Kapitän Oberbürgermeister Frank Baranowski und Schirmherr Clemens Tönnies nun auch Sportdirektor Dr. Klaus Haertel, seines Zeichens Schalke-Fan und Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion, mit ins Boot geholt.
Auch wenn Tönnies und Baranowski bei der Gründungsveranstaltung nicht vor Ort sein konnten, weil dringende Termine dazwischen kamen, haben beide ihre weitere Unterstützung für das Kicker-Team fest zugesagt.

Gut aufgestellte Orga-Team

Das Orga-Team mit Teamchef Jürgen Hansen, Sportdirektor Dr. Klaus Haertel und der medizinischen Betreuerin Beate Rafalski, ansonsten eher bekannt als Geschäftsführerin der Ehrenamtsagentur Gelsenkirchen, wird die rund 17 aktiven Kicker mehr oder weniger professionell begleiten, aber nicht selbst gegen das runde Leder treten. Damit scheint das Team aber gut leben zu können.
Mit dem Vorsitzenden des Fußball-Kreises 12 (Gelsenkirchen, Gladbeck, Kirchhellen) Christian Fischer konnte nicht nur ein versierter Spieler, sondern auch ein Mann mit den richtigen Verbindungen für das Team gewonnen werden. Denn er ist nun damit beauftragt, Trainingsplätze für das bis zum Turnier im September geplante monatliche Training zu finden.

Gesicherte Finanzierung

Die Finanzierung des städtischen Fußballteams wäre eigentlich auch schon gesichert, doch die „Funktionäre“ haben ihren in den Rat der Stadt Gelsenkirchen eingebrachten und sogar bereits genehmigten Antrag auf Unterstützung zurückgezogen. Denn darunter würden andere und aus Sicht der Kicker wichtigere Projekte womöglich leiden und das ist für sie nicht vereinbar.
Doch es gibt ein Licht am Ende des Tunnels und der Schirmherr hat seine Hilfe zugesagt. So ist schon sichergestellt, dass das städtische Fußballteam wieder mit dem offziellen Schalke-Bus auf Reisen gehen kann.

Jetzt wird trainiert

Das erste Training soll im Februar auf dem Programm stehen, damit sich die Spieler kennenlernen und auch wissen, wer für welche Position auf dem Platz geeignet ist. Als Interimstrainer wird der Sportdirektor fungieren. Allerdings wird auch hier noch Unterstützung beim FC Schalke 04 angefragt.
So vorbereitet sehen die Stadt-Kicker dem Turnier, das voraussichtlich am zweiten Septemberwochenende in München stattfindet, zuversichtlich entgegen. Dort werden die Gelsenkirchener dann wohl als einziges Team mit politischer Beteiligung antreten. Natürlich hofft man, dass dann mehr drin ist als Platz acht unter acht Teams, aber der Spaß und die Werbung für die Stadt Gelsenkirchen stehen natürlich an erster Stelle.

Ratsherrencup 2018 in Gelsenkirchen

Denn im nächsten Jahr ist Gelsenkirchen Ausrichter des Ratsherrencups. „Wir sind eingesprungen für Magdeburg, weil die das im nächsten Jahr nicht gestemmt bekommen“, erklärte Teamchef Jürgen Hansen, der zwar betont über 2018 noch nicht nachdenken zu wollen, aber doch schon die ein oder andere Hoffnung hegt, damit sich Gelsenkirchen als Ausrichter profilieren kann.
Da wären unter anderem die frommen Wünsche, dass der Kapitän Oberbürgermeister Frank Baranowski eine Halbzeit auf dem Platz steht, der FC Schalke 04 dem Turnier den passenden Rahmen zur Verfügung stellen kann...
Der Sportdirektor hingegen hat schon andere Pläne: „Dann laden wir Dortmund ein, wenn hier die Creme de la Creme der Ratsherren-Teams aus Deutschland antritt und die Dortmunder sind nicht dabei!“ Da schlägt eben ein nicht zu leugnendes königsblaues Herz in der Brust des Sportdirektors.
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