Kahlschlag im sozialen Wohnungsbau stoppen!

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Wie eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag zu Tage brachte, hat die Zahl der öffentlich geförderten Sozialwohnungen in Deutschland einen Tiefstand erreicht. Hubertus Zdebel, Bundestagsabgeordneter mit Sitz in Gelsenkirchen erklärt dazu:

„Die neuen Zahlen sind erschreckend und wirken sich direkt auf die Ärmsten in unserem Land aus. Auch in Gelsenkirchen herrscht laut Angaben der IG BAU ein Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Selbst wer einen Wohnberechtigungsschein erhält, kann sich nicht darauf verlassen, eine Sozialwohnung zu bekommen. Dieser Kahlschlag im sozialen Wohnungsbau ist angesichts der anhaltenden Mietenexplosion ein handfester Skandal. Die Knappheit an Wohnungen wird die Mieten weiter in die Höhe treiben – und viele Menschen mit geringen Einkommen weiter aus den Stadtkernen vertreiben.“ Sozialwohnungen kämen einkommensschwachen Haushalten zugute, aber auch Durchschnittsverdienende wären auf diese Wohnungen mit bezahlbaren Mieten angewiesen, so Zdebel.

„Bund und Länder müssen endlich einen Neustart im sozialen Wohnungsbau anstoßen, statt ihren Zuständigkeitsstreit auf dem Rücken der ärmsten Bürgerinnen und Bürger auszutragen! Die Antwort der Bundesregierung auf unsere Anfrage zeigt, dass sich die Zahl der Sozialwohnungen von Ende 2012 bis Ende 2013 um 63.000 auf 1,48 Millionen verringerte. Und dieser Trend hält nach vorläufigen Angaben der NRW.Bank auch für das Jahr 2014 in Nordrhein-Westfalen an: Weitere 10.000 Sozialwohnungen sind 2014 weniger auf dem Markt verfügbar. Der Tatsächliche Bedarf liegt bundesweit laut Deutschem Mieterbund etwa bei 3,5 bis 4 Millionen Wohnungen. Die Politik der Bundes- und Landesregierungen darf so nicht weiter gehen! Das Recht auf bezahlbaren und menschenwürdigen Wohnraum für alle hier Lebenden sollte zu einem unveräußerlichen Grundrecht werden.“
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