So geht gute Nachbarschaft: erfolgreiche Stadtteilversammlung mit Bürgern und Firmen in Hüllen

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Die Zunahme des LKW-Verkehrs in Wohnstraßen ist ein Problem nicht nur der älteren Bürgerinnen und Bürger. Ein gutes Beispiel dafür, wie sich hierfür Lösungen finden lassen, zeigt das vom Gelsenkirchener Generationennetz e. V. getragene QuartiersNETZ-Projekt in Hüllen. Hier hat der LKW-Verkehr im Bereich des Schalker Vereins in den vergangenen Jahren stark zugenommen und belastet besonders den Erlenbruch, der an dieser Stelle als „Zubringer“ fungiert. Grund genug für Gabriele Borchmann, Heimleitung des Caritas-Altenzentrums Haus St. Anna und Mitglied der Verkehrs-AG, am 14. Oktober betroffene Anwohner und ansässige Firmen einzuladen, um mögliche Lösungen zu besprechen.

Ellen Ptok, langjährige Anwohnerin des Erlenbruch, brachte in der gut besuchten Versammlung die Folgen des Verkehrs auf den Punkt: „Für uns bedeutet das eine ständige Lärm- und Geruchsbelästigung hin zu wackelnden Wohnzimmerschränken, zu jeder Tages- und Nachtzeit.“ Es stelle sich die Frage, ob die verstärkte Nutzung der umliegenden Straßen durch Schwertransporte bei der Ansiedlung neuer Unternehmen rund um dem Schalker Verein ausreichend berücksichtigt worden sei.

Den eingeladenen Firmen waren die Probleme nicht in vollem Umfang bewusst, doch zeigten sie sich engagiert und lösungsorientiert. Der LKW-Verkehr werde laut Sven Patrias von Wheels Logistics aufgrund der Reaktivierung des Schalker Vereins in den kommenden Jahren noch weiter zunehmen. Allerdings sei eine Straße durch das Gelände in Planung, die das Problem wahrscheinlich beheben werde; wann sie fertig gestellt ist, sei ihm jedoch nicht bekannt. Eine angemessene Beschilderung für LKW-Fahrer, die sich zum Teil nicht auskennen, hielt er für unumgänglich und erklärte sich bereit, mit der Wirtschaftsförderung Kontakt aufzunehmen, um auf den Zustand vor Ort aufmerksam zu machen. Thomas Kessler von der Fahrschule Kessler forderte ein Tempolimit für den Bereich und wünschte sich von der Stadt Gelsenkirchen unter anderem die Reparatur der Fahrbahn. Außerdem müssten auch die anderen ansässigen Unternehmen Ihren Beitrag für eine gute Nachbarschaft leisten. Beide Firmen erklärten sich bereit, dafür zu sorgen, dass ihre Fahrer möglichst nicht mehr über den Erlenbruch fahren.

Auch wenn nicht alle Fragen geklärt werden konnten, liefert das Treffen ein eindrucksvolles Beispiel, wie das Projekt QuartiersNETZ die Sorgen und Probleme in den Stadtteilen bürgernah anzugehen versucht. Nächster Schritt soll ein Gespräch mit dem Referat Verkehr der Stadt Gelsenkirchen sein.
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