Kommentar: Jetzt erst recht: Khedira muss zum S04

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Clemens Tönnies will unbedingt Sami Khedira zur neuen Saison nach Schalke lotsen. (Foto: Gerd Kaemper)
Gelsenkirchen: FC Schalke 04 |

Clemens Tönnies hat am Sonntag angekündigt, den Schalke-Kader zur kommenden Saison stark verändern zu wollen. Der Aufsichtsratvorsitzende des S04 bekräftigte in dem Zusammenhang erneut das Interesse an Sami Khedira. Der Weltmeister würde trotz aller Kosten auf jeden Fall weiterhelfen. Ein Kommentar.

Das Spiel der Schalker gegen den SC Freiburg am vergangenen Samstag grenzte schon fast an Arbeitsverweigerung. Einzig Jefferson Farfan verhalf den Königsblauen zu etwas Glanz. Die restliche Mannschaft war noch nicht einmal stets bemüht, wobei selbst diese Bewertung in der Schule einer glatten 6 zugleich käme. Ausgerechnet Farfan, der über ein Jahr lang nicht in der Startelf des S04 stand und ein dreiviertel Jahr verletzt war. Ihm merkte man die Lust am Spielen an, was angesichts seiner langen Pause natürlich nicht verwunderlich war. Dennoch: Es war nicht das erste Spiel der Schalke-Kicker in dieser Saison, das große Verwunderung zurückließ. Es war nicht das erste Spiel in dieser Saison, in dem die Einstellung nicht stimmte.

Ein Sami Khedira täte daher dem S04 gut. Der 28-Jährige ist nach wie vor einer der sehr wertvollen „Sechser“. Der Ex-Stuttgarter ist zu gleichen Teilen ein Zerstörer und trotzdem technisch beschlagener Spieler, der den Drang nach vorne hat. Das hat der Nationalspieler sowohl schon im DFB-Team als auch bei seinem derzeitigen Klub Real Madrid wiederholt gezeigt. Doch was noch viel wichtiger gerade im Zusammenhang einer möglichen Anstellung beim S04 wäre: Khedira bringt eine Mentalität mit, die nur wenige der überbezahlten Fußballer heutzutage haben. Eine Mentalität, die allen Mitspielern immer vermittelt zu kämpfen und gewinnen zu wollen. Eine Mentalität, die man seit Marc Wilmots oder Marcelo Bordon „auf Schalke“ vermisst.

Angeblich ist Khedira teuer. Trotz auslaufenden Vertrags, wodurch Schalke keine Ablösesumme zahlen müsste, soll der Weltmeister von 2014 angeblich um die 8 Millionen Euro Gehalt bekommen. So viel wie angeblich Kevin-Prince Boateng, der seit Wochen auf dem Abstellgleis unter Roberto Di Matteo ist. Verkauft Schalke einen Boateng, ist mehr Spielraum da. Auch beim Verpassen der Champions League.

Chinedu Obasi wurde schon mitgeteilt, dass er nach der Saison keinen neuen Vertrag bekommt. Bei Christian Fuchs will Manager Horst Heldt zwar bis nach der Saison warten. Doch auch hier stehen die Zeichen auf Abschied. Schalke, und dazu zählt insbesondere auch Heldt, muss die Kurve kriegen. Vor allem beim Urteilen gewisser Spieler. Heldt schätzt Roman Neustädter vor allem wegen seines loyalen Verhaltens und, dass der Ex-Nationalspieler quasi nie verletzt ist. Dass Neustädter seit vielen Monaten einfach nur lethargisch Fußball spielt, übersieht er wohl geflissentlich. Heldt sollte die Chance beim Schopfe packen und nach Obasi limitierte (entweder im taktischen und/oder technischen Sinne) Spieler wie Boateng, Fuchs, Barnetta und Neustädter verkaufen beziehungsweise keinen neuen Vertrag anbieten. Und dann Khedira verpflichten. Ein Khedira ist immer noch besser als Obasi und Boateng zusammen.
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