Auswanderer sucht Hattinger Klassenkameraden

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Das ist die 7. Klasse der Horstschule in Welper bei einem Ausflug in die Dechenhöhle 1965 mit der Klassenlehrerin Wolff. Mit dabei war damals auch Reinhold Vatter (im Bild vorne links). Er sucht jetzt seine Klassenkameraden für ein ganz besonderes Treffen. Auf dem Foto fehlen fünf Blankensteiner Klassenkameraden.Foto: privat
 
Reinhold Vatter würde sich über ein Wiedersehen mit den Klassenkameraden wirklich freuen. Foto: Pielorz
Schon als Kind wollte der Welperaner Reinhold Vatter nur eines: nach Schweden auswandern. Dank seiner schwedischen Patentante lernte er das Land im Norden kennen und lieben.

Vor drei Jahren hat er sein Ziel gemeinsam mit seiner Familie realisiert und lebt nun in Südschweden in Klippan am Rande eines Naturschutzgebietes.
So beschaulich sein Leben dort auch aussehen mag – beruflich hat der 59jährige eine bewegte Zeit hinter sich und möglicherweise auch noch vor sich.
Nach seinem Besuch der Handelsschule Bochum und einer kaufmännischen Ausbildung bei Daimler-Benz arbeitete er zwölf Jahre in der Politik als Geschäftsführer bei Heiner Geißler. Danach machte er sich mit einer Werbeagentur selbstständig und bekam erste Kontakte zu verschiedenen Künstlern. Nun führt er seit 17 Jahren Musikveranstaltungen durch.
Nicht, dass Reinhold Vatter der totale Party-Freak wäre. Eher das Gegenteil ist der Fall. „Ich habe früher jede Party kaputt gemacht, weil ich so früh müde war und ins Bett gegangen bin“, lacht er bei seinem Besuch in der STADTSPIEGEL-Redaktion.
Ein bis zweimal im Jahr besucht er seine Heimatstadt wegen seiner Mutter. Bei der Gelegenheit sagt er auch einem guten Freund „hallo“. „Und samstags rufe ich in der Fußballsaison immer an und will wissen, wie Schalke gespielt hat“, sagt der Fußball-Fan, der die Ruhe im kleinen Städtchen Klippan in Schweden als Ausgleich zu seinem Beruf braucht und genießt.
Noch nie hat Reinhold Vatter bei seinen Musiktouren diese auch durch Hattingen geführt. „Eigentlich ist Hattingen zu klein und wir spielen an solchen Orten nicht. Zu Beginn 2013 bin ich mit einer Musical-Produktion unterwegs und da passt Hattingen zeitlich ins Konzept. Außerdem wollte ich das einfach mal machen, um meiner Familie hier und den Freunden und Bekannten die Möglichkeit des Wiedersehens zu bieten.“
Reinhold Vatter wünscht sich darüber hinaus, dass möglichst viele seiner ehemaligen Klassenkameraden es möglich machen, ihn zu treffen. „Ich habe mir das so gedacht: Ich möchte mich gerne mit den früheren Klassenkameraden am Dienstag, 22. Januar, 18 Uhr, im Restaurant Taktlos treffen. Wir können dann etwas reden und ich möchte meine Klassenkameraden anschließend gerne in die Musical-Veranstaltung um 20 Uhr in die Aula der Gesamtschule Welper einladen. Ich bitte darum, vorher Kontakt zu mir aufzunehmen per E-Mail unter kontakt@lycke-events.se.“
In Deutschland ist Reinhold Vatter höchstens zweimal im Monat. Die Organisation seiner Arbeit ist dank modernster Technik von jedem Ort der Welt zu handhaben, also auch von Klippan aus.
Auf der Musicaltour hat Reinhold Vatter sechs Künstler „im Gepäck“, darunter unter anderem Dennis LeGree, der beispielsweise den „Papa“ in „Starlight Express“ gespielt hat und auch für „Hair“ auf der Bühne stand.
Tickets dafür sind übrigens erhältlich im Ruhrpress-Reisebüro, unter der Hotline 0180/5040300 (14ct./Min. aus dem deutschen Festnetz, 48 ct./Min. aus dem Mobilfunknetz) und unter www.musikveranstaltungen.de.
„Ich mache das, was mir Spaß macht, und ich lebe dort, wo ich immer leben wollte“, zieht der sympathische Wahl-Schwede Bilanz. „Meine Klassenkameraden müssten sich eigentlich noch an meine Vorliebe für Schweden erinnern, ich habe immer davon geschwärmt.“
Jetzt hofft er auf ein mögliches Wiedersehen am Dienstag, 22. Januar, 18 Uhr.
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