Gesucht: Deutschförderer für Flüchtlinge

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Hans-Karl Höflich hatte die Idee zu diesem Projekt. Foto: Pielorz
Hattingen: Gemeindezentrum Johannes |

Hilfen für Flüchtlinge gibt es viele. Entscheidend für die Integration ist die Sprache und genau hier wollen Hans-Karl Höflich und Christa Heinbruch ansetzen. Der ehemalige Sozialarbeiter, der viele schulpsychologische Aufgaben wahrgenommen hat, und die frühere Grundschulleiterin sind „im Ruhestand“, engagieren sich aber zu unterschiedlichen Themen. Mit dem Projekt „Deutschförderer“ soll eine weitere Idee realisiert werden, die gern auf den ganzen EN-Kreis übergreifen darf.

„Wir suchen Menschen, die ein- oder zweimal in der Woche vormittags in eine Schule gehen und dort die Lehrer in der Arbeit mit Flüchtlingskindern unterstützen“, fasst Hans-Karl Höflich seine Idee zusammen. Dabei soll es sich keinesfalls nur um pensionierte Pädagogen handeln, vielmehr ist jeder gefragt, der mitmachen möchte und gute Deutschkenntnisse hat.
„Integration kann nur gelingen, wenn ein engmaschiger Kontakt gesucht und gefunden wird. Die jungen Flüchtlingskinder müssen schnell einen intensiven Zugang zur deutschen Sprache bekommen. Hier möchten wir ansetzen und den Lehrern in der Schule Unterstützung anbieten. Wir haben bereits mit fünf Grundschulen und der Gesamtschule Welper Kontakt aufgenommen“, so Höflich.
Es ist kein Zufall, dass ausgerechnet die Schule im Mittelpunkt der Überlegungen steht. Durch die bestehende Schulpflicht werden die jungen Flüchtlinge erreicht und für viele Eltern bildet die Schule ebenfalls einen wichtigen Anlaufpunkt. „Das wollen wir nutzen und am liebsten ein Netzwerk im ganzen Ennepe-Ruhr-Kreis aufbauen“, so die Initiatoren.
Dass sich aus der Förderung der Kinder durch die Sprache auch noch weitere Kontakte zur Integration ergeben könnten, ist eine angedachte Möglichkeit. „Wir wünschen uns ausdrücklich auch den Kontakt zu Menschen, die sich bereits engagieren und sich vorstellen können, in diesem Netzwerk eine Heimat zu finden“, so Höflich. „Wir werden auch den Kontakt zu bestehenden Einrichtungen und Vereinen suchen. Ziel ist ein direktes, niederschwelliges und stadtteilorientiertes Angebot, deren Nutznießer in jedem Fall die Kinder sein sollen.“
Ein erstes Treffen dazu soll am Donnerstag, 11. Februar, 10 Uhr, im Gemeindezentrum in der Uhlandstraße 32 stattfinden. Alle, die sich für den Aufbau des Netzwerkes und einer solchen Arbeit mit Flüchtlingskindern interessieren, sind herzlich eingeladen. Wer vorab noch Informationen benötigt oder Fragen hat, kann sich per E-Mail wenden an deutschfoerderer-en@gmx.de
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