Juso-Chef Fabián Nowotsch: engagiert und interessiert

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Fabián Nowotsch ist neuer Kreisvorsitzender der Jusos. Foto: Römer

Fabián Nowotsch wirkt selbstbewusst. Kann er auch sein. Immerhin wurde er vor noch gar nicht langer Zeit zum Kreisvorsitzenden der Jusos gewählt. In seiner Heimatstadt Hattingen übt er das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden aus.

In seinem Leben jenseits der Politik arbeitet der jetzt gerade erst 20 Jahre jung gewordene Hattinger bei der Stadt Mülheim, studiert im dualen Studiengang zum „Bachelor of Laws“, was früher einfacher verständlich für die meisten „Diplom-Verwaltungswirt“ hieß.
Ein Leben jenseits der Politik? Das gibt es eigentlich für den jungen Mann gar nicht. Seit fünf Jahren ist er SPD-Mitglied, hat sich „immer schon“ für Politik interessiert, findet das „total spannend“. In der Hattinger Lokalpolitik sitzt er als „Sachkundiger Bürger“ im Schulausschuss.

Bürgermeisterwahl großes Thema der Hattinger SPD

Doch großes Thema für ihn und seine Genossen sei momentan, sagt er, die Bürgermeisterwahl am 13. September 2015, wenn ein Nachfolger für die dann altersbedingt ausscheidende Bürgermeisterin Dr. Dagmar Goch gesucht wird.
Fabián Nowotsch: „Das beschäftigt die Hattinger SPD schon jetzt sehr – von unserem Stadtverband bis hin zum kleinsten Ortsverein. Glücklicherweise haben wir gleich zwei Kandidaten dafür. Aus unseren eigenen Reihen stammt Manfred Lehmann aus Niederbonsfeld, während Dirk Glaser auf uns zugekommen ist. Jetzt stecken wir mitten in einer inhaltlich- und personenbezogenen Diskussion. Unsere gewählten Delegierten, zu denen auch ich gehören darf, küren unseren Kandidaten am 10. Dezember. Dabei entscheiden wir Delegierten nach unserem Gewissen.“
Der junge Hattinger, der das politische Vokabular bereits jetzt clever beherrscht und damit auch redegewandt umzugehen weiß, ist der Überzeugung: „Wir benötigen einen Kandidaten, der nicht unbedingt ein Parteibuch zu haben braucht. Vielmehr muss er breite Wählerschichten ansprechen und sozialdemokratische Politik machen können.“
Zur Wahl unter den Genossen stellten sich ursprünglich vier Kandidaten für das Bürgermeisteramt. Zwei sind davon noch übrig.
Da wäre Manfred Lehmann, zurzeit stellvertretender Vorsitzender des Ortsvereins Niederbonsfeld und als Sachkundiger Bürger in den Ausschüssen Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung sowie im Stadtentwicklungsausschuss für die SPD. Von Beruf ist der 55jährige dreifache Vater Diplom-Finanzwirt und Beamter in der Landesfinanzverwaltung NRW. Als Landesvorsitzender steht er zudem der Deutschen Steuer-Gewerkschaft vor.
Dirk Glaser ist ebenfalls Hattinger, machte Abitur am Schulzentrum Holthausen und ist seit 2008 Geschäftsführer der Südwestfalen-Agentur in Olpe. In dieser Eigenschaft organisierte der parteilose Journalist beispielsweise die „Regionale 2013“ mit fünf Landkreisen und 59 Kommunen als NRW-Strukturförderprogramm für die Umsetzung von bislang 42 zukunftsweisenden Projekten mit einem Fördervolumen von rund 160 Mio. Euro. Lange Jahre hat er für den WDR (Radio und Fernsehen) gearbeitet, moderierte etwa 14 Jahre die „Lokalzeit Südwestfalen“. Momentan ist er ehrenamtlich Präsident vom Lions Club Hattingen.

Dirk Glaser und Manfred Lehmann im Rennen für die SPD

Für wen er am 10. Dezember stimmen wird, möchte Fabián Nowotsch nicht öffentlich machen, erwartet aber ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das sich beide SPD-Kandidaten liefern werden.
„Um Sparpolitik in Hattingen fahren und auch den Bürgern vermitteln zu können, benötigen wir einen in der Bevölkerung verwurzelten Bürgermeister“, lässt er sich nur entlocken.
Apropos sparen: Immer mehr Aufgaben würden auf die Städte abgewälzt – trotz deren desolater Finanzen. „Die Unterbringung der Asylanten und Flüchtlinge beispielsweise kann die Stadt ohne Unterstützung von Bund und Land kaum stemmen“, findet Fabián Nowotsch. „In Hattingen sollte 2016 die schwarze Null stehen. Daran ist gar nicht mehr zu denken aufgrund der Aufgabenzuteilung. So kommen immer mehr Aufgaben auf die Ehrenamtler zu. Das müsste eigentlich mehr von den Bürgern honoriert werden. Nicht finanziell natürlich. Aber wir sollten als Hattinger über die Politik hinaus doch häufiger mal den Hut vor ehrenamtlichem Engagement ziehen.“ Viel über bürgerschaftliches Engagement sei auf der Facebook-Seite „Willkommen in Hattingen“ nachzulesen.
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