Fußball: drei Siege und zwei Unentschieden

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Xhino Kadiu (19) und Hakan Gültekin (14) in der blauen Spielkleidung der TSG Sprockhövel beobachten hier das Geschehen, während sich die Gäste-Kicker vom Tabellenführer SV Lippstadt um den Ball bemühen. Am Ende hieß es bei der Oberliga-Partie am Baumhof 1:1. Foto: Strzysz
(von Toni Bertrams)


Das ist doch mal eine Bilanz der heimischen Top-Teams: Zwar wurde die Partie des SC Obersprockhövel abgeblasen, aber in den übrigen fünf Spielen gab es keine einzige Niederlage. Drei Siege – sogar die Sportfreunde Niederwenigern II schafften einen – und zwei Unentschieden waren die Ausbeute.

Oberliga
TSG Sprockhövel – SV Lippstadt 08 1:1, SpVgg Erkenschwick – TuS Dornberg 1:1, SV Schermbeck – SV Westfalia Rhynern 1:1, SC Westfalia Herne – SC Roland Beckum 0:3, 1. FC Gievenbeck – Rot-Weiß Ahlen 1:3, TuS Ennepetal – FC Gütersloh ag, SG Wattenscheid 09 – SuS Neuenkirchen 2:1, Hammer SpVg – TuS Erndtebrück 1:1, DSC Arminia Bielefeld II – TuS Heven ag.

TSG Sprockhövel
Lothar Huber betont es ja immer wieder, dass sich seine Mannschaft in der Oberliga vor niemandem zu verstecken brauche – nicht einmal vor dem Spitzenreiter. Und so verpasste die TSG Sprockhövel eigentlich nur die ganz große Belohnung, als sie sich am Sonntag vom SV Lippstadt 08 1:1 (1:1) trennte. „Wir haben ein richtig gutes Spiel gemacht“, sagte der TSG-Coach. „Lippstadt hatte aus dem Spiel heraus nicht eine einzige Torchance.“
Ein Treffer gelang den Lippstädtern dennoch, nachdem Emre Yesilova die Sprockhöveler schon in der achten Minute mit 1:0 in Führung gebracht hatte. „Das war ein kapitaler Abwehrfehler von uns. Das Tor hätte ich auch heute noch gemacht“, sagte Lothar Huber, der 60-Jährige, der aber dennoch sehr zufrieden war. „Hätte mir vorher einer gesagt, du spielst gegen Lippstadt unentschieden, hätte ich gesagt: Okay, machen wir sofort.“
Nach dem Wechsel setzte die TSG ihre Gäste enorm unter Druck und von Lippstadts Top-Stürmern Viktor Maier und Björn Traufetter war dank Raoul und Alexander Meister kaum etwas zu sehen. Und in der 88. Minute zappelte der Ball dann auch im Netz der Gäste. Aber Schiedsrichter Marcel Neuer vom FC Schalke 04, der Bruder des Nationaltorwarts Manuel, hatte Marcel Ramsey im Abseits gesehen. „Aber nur er“, ärgerte sich Lothar Huber.
Ihre nächste Partie bestreitet die TSG schon am Donnerstag (28. März). Um 19.30 Uhr wird im Baumhof das Hinrunden-Nachholspiel gegen den Tabellenvierten SpVgg Erkenschwick angepfiffen (32 Punkte, 38:26 Tore), der seine Trumpf-Asse bekanntlich in der Offensive hat: Stefan Oerterer und den Obersprockhöveler Sebastian Westerhoff.


Landesliga Niederrhein, Gr. 1
VfB Bottrop – Sportfreunde Niederwenigern 0:1, Tuspo Richrath – Rot-Weiß Essen II 1:4, DJK Arminia Klosterhardt – SSV Sudberg 4:3, ESC Rellinghausen – ASV Wuppertal 4:0 Vogelheimer SV – SV Burgaltendorf 1:1, FC Remscheid – SC Velbert ag, FSV Vohwinkel – SpVg Schonnebeck ag, TSV Ronsdorf – SuS Haarzopf ag,.

Sportfreunde Niederwenigern
Die Sportfreunde Nieder­wenigern erlebten eine Premiere: Im 18. Saisonspiel schafften sie es zum ersten Mal, zu null zu spielen. Das Team von Trainer Jürgen Margref, das auf Platz vier geklettert ist (28 Punkte, 35:30 Tore), setzte sich unter widrigen Bedingungen beim VfB Bottrop auf Asche mit 1:0 (0:0) durch.
Und genauso hatte sich Dietmar Klinger, der zweite SFN-Coach, das auch vorgestellt. „Den Ball bitte lieber fünfmal über den Zaun schießen und 1:0 gewinnen als versuchen, Fußball zu spielen“, hatte er gesagt. Und als die Partie vorbei war, hatte Manager Manfred Lümmer auch genau fünf Bälle gezählt, die über den Zaun geflogen waren.
Die erste Überraschung in Bottrop war, dass überhaupt angepfiffen wurde. „Ein geregeltes Fußball-Spiel war gar nicht möglich, wir haben uns aber gut damit abgefunden“, sagte Jürgen Margref, der ob der Personalnot für den Notfall seine Sporttasche gepackt hatte, in der Schluss­phase dann aber lieber Ersatztorwart Daniel Paries als Feldspieler brachte.
Nach der torlosen ersten Halbzeit, in der beide Teams eine hundertprozentige Chance ausgelassen hatten, brauchten die Sportfreunde nicht lange auf den Torjubel zu warten. Keine vier Minuten, um genau zu sein. Nico Plückthun bediente Christopher Weiß und der zog aus 18 Metern ab – 1:0.
Weiter geht es für die Sportfreunde am Donnerstag (28. März) um 19.30 Uhr auf dem Glückauf-Sportplatz. Auf dem Programm steht die Nachholpartie gegen den Tabellenneunten TSV Ronsdorf (20 Punkte, 27:20 Tore), der das Hinspiel mit 2:3 verloren hat. Verzichten muss Jürgen Margref dann wohl auch auf seinen Bottrop-Torschützen Christopher Weiß, der am Sonntag mit muskulären Problemen ausgeschieden ist.


Bezirksliga Westfalen, Gr. 6
TuS Ennepetal II – SC Obersprockhövel ag, TuS Wengern – Hedefspor Hat­tingen 0:4, TuS Hattingen – SpVg SW Breckerfeld 0:0, ETuS/DJK Schwerte – TSV Fichte Hagen 2:3, TSG Herdecke – FSV Gevelsberg 4:3, TuS Stöcken-Dahlerbrück – VTS Iserlohn ag, SG Hemer – SSV Kalthof agVfB Schwelm – Geisecker SV ag, VfK Iserlohn – VfL Schwerte ag.

SC Obersprockhövel
Das Spiel des ­neuen Tabellendritten SC Ober­sprockhövel (34 Punkte, 36:20 Tore), das beim TuS Ennepetal II ausgetragen werden sollte, ist abgesagt worden.

Hedefspor Hattingen
Peter Kursinski hatte ja so seine Bedenken. Doch die Antwort, die seine Mannschaft dann gab, beeindruckte den Trainer von Hedefspor Hattingen. Der Tabellensechste (33 Punkte, 28:15 Tore), der gemeinsam mit dem Tabellenfünften SpVg SW Breckerfeld die beste Bilanz der Liga hat (1,94 Punkte im Schnitt), zeigte beim TuS Wengern eine Klasse-Leistung und feierte einen 4:0 (2:0)-Erfolg. Das einzige kleine Manko war, dass „wir 8:0 hätten gewinnen können“, sagte der Hedef-Coach.
Von Beginn an beherrschten die Hattinger die Partie am Brasberg in Wetter und durften nach sechs Minuten dank Maximilian Claus schon zum ersten Mal jubeln. Nach dem 2:0 durch den A-Jugendlichen Marvin Klink (18.) gelang Maximilian Claus auch das 3:0 (62.), ehe Yusuf Aydin für den Schlusspunkt sorgte (84.). Trotz seiner schweren Bänderverletzung hatte der 4:0-Schütze Grünes Licht für einen Einsatz gegeben und spielte mit einem Tapeverband sowie Schmerzmitteln.
Bereits am Donnerstag (28. März, 19 Uhr) geht es weiter – und zwar mit der Hinrunde. Das Hedef-Team gastiert im Stadion Stefansbachtal am Ochsenkamp 26 beim Tabellenzehnten FSV Gevelsberg (25 Punkte, 44:35 Tore).

TuS Hattingen
Die Serie hält. Zwar gab es Sonntag auf dem Wildhagen-Kunstrasen keine Treffer, aber der TuS Hattingen freute sich über sein 0:0 gegen die SpVg SW Breckerfeld, die schließlich von der Landesliga träumt, sowie die nun vierte Partie in Folge ohne Niederlage.
Es war jedoch noch mehr drin. „Wir haben uns für unsere gute Leistung nicht belohnt“, sagte Marius Kundrotas, der Spielertrainer des Tabellenelften (25 Punkte, 36:41 Tore).
Regelmäßig waren die Rot-Weißen, die ob ihrer zuletzt guten Auftritte selbstbewusst und aggressiv auftraten, in der Hälfte der Breckerfelder, ständig bedrängten sie deren Tor. Allerdings scheiterten sie auch genauso oft am Torwart der Gäste. Die letzte Möglichkeit ließ kurz vor dem Ende Marius Kundrotas selbst aus, als er mit seinem Zehn-Meter-Schuss an Simon Felbick scheiterte. Die schlechte Chancenverwertung war jedoch der einzige Vorwurf, den der TuS-Coach sich und seinem Team machen konnte. „Kämpferisch und läuferisch war alles in Ordnung“, sagte er am Tag seines 34. Geburtstags.

Bezirksliga Niederrhein, Gr. 3

Sportfreunde Niederwenigern II – SC Uellendahl 3:2, SC Velbert II – TVD Velbert 1:3, TuS Grün-Weiß Wuppertal – SpVgg Steele 03/09 1:0, SC Werden-Heidhausen – Schwarz-Weiß Essen II 2:1, SSVg 09/12 Heiligenhaus – TuS Union 09 Mülheim 4:0, SV Rot-Weiß Mülheim – SSVg Velbert 02 II 5:1, FC Kettwig – SG Kupferdreh-Byfang 0:2, SV Union Velbert – Heisinger SV ag.

Sportfreunde Niederwenigern II
Die Sportfreunde Nieder­wenigern II grüßen weiterhin vom Tabellenende. Aber: „Wir leben noch“, sagte Trainer Jens Haase nach dem zweiten Saisonsieg, dem 3:2 (2:1) über den SC Uellendahl. So hat die SFN-Zweite nun acht Punkte (19:52 Tore) und den Rückstand zum rettenden Ufer auf zwölf Zähler verkürzt.
Zwar musste die SFN-Zweite ganz schnell einen Gegentreffer hinnehmen, kämpfte sich aber zurück in die Partie. Noch vor der Pause brachten Martin Kniest per Freistoß und Kevin Moysich das Haase-Team in Führung, das dann in der 56. Minute dank Florian Ebert sogar auf 3:1 erhöhte. Trotz ihrer guten Konterchancen blieb es dabei. Aber mehr als das Anschlusstor gelang den Wuppertalern auch nicht mehr.
Zum Nachholspiel muss die SFN-Reserve am Donnerstag (28. März, 19 Uhr) am Langmannskamp an der Steeler Straße 580 beim Tabellenneunten SpVgg Steele 03/09 antreten (22 Punkte, 34:35 Tore), der das Hinspiel mit 3:2 gewonnen hat.
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