SPD fordert Eltern zur Gesamtschul-Anmeldung auf

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Seit Donnerstag liegen die Ergebnisse des vorgezogenen Anmeldeverfahrens für das Schuljahr 2015/2016 im Iserlohner Rathaus vor. Eindeutiger kann das Resultat nicht ausfallen: die Eltern von 320 Iserlohner Kindern, die nach den Sommerferien von der Grundschule in eine weiterführende Schule wechseln, haben sich für eine Schule des längeren gemeinsamen Lernens entschieden. Für die Sekundarschule haben die Anmeldezahlen trotzdem nicht ausgereicht, für die Errichtung dieser Schulform fehlte zu guter Letzt noch ein Drittel der benötigten Schüleranzahl.

Bleibt jedoch ein eindeutiges Votum der Iserlohner Eltern für die Beschulung ihres Kindes an einer Gesamtschule: insgesamt 269 Anmeldungen, darunter 172 für die Gesamtschule Nussberg und 97 Anmeldungen für die Gesamtschule Bömberg sind eingegangen.

Da für die schulpolitischen Entscheidungen der Iserlohner SPD Fraktion der Elternwille im Fokus steht ist es natürlich bedauerlich, dass 51 Kinder nun nicht auf die von ihren Eltern favorisierte Sekundarschule gehen können. Da jedoch das Konzept einer Gesamtschule im wesentlichen das einer Sekundarschule umfasst und sogar noch darüber hinaus den Vorteil bietet, mit einer eigenen Oberstufe nach neun Jahren die Schule mit dem Abitur verlassen zu können, müssen die Eltern bezüglich der Schulform konzeptionell keine Kompromisse eingehen:

- In beiden Schulformen steigen die Kinder am Ende des Schuljahrs in die nächst höhere Klasse auf. Es gibt kein Sitzenbleiben, kein Wiederholen der Klasse und somit keinen Versetzung- und Abschulungsdruck.

- In beiden Schulformen wird nach gymnasialen Standards unterrichtet und findet verpflichtender Ganztagunterricht statt, der von Lehrern erteilt wird.

- Beide Schulformen beruhen auf dem Prinzip der Chancengleichheit: unabhängig von ihrem sozialen Hintergrund und Leistungsstand lernen die Schülerinnen und Schüler gemeinsam. Das fördert die Entwicklung sozialer Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Toleranz und Solidarität.

„Wir gehen davon aus, dass Eltern, die ihr Kind aus konzeptioneller Überzeugung heraus an der Sekundarschule angemeldet haben, sich auch ganz bewusst für die Vorteile und Chancen des längeren gemeinsamen Lernens entschieden haben“, so die Pressesprecherin der SPD Fraktion Gabriele Stange. Die Iserlohner SPD Fraktion möchte daher noch einmal an alle Eltern appellieren, die eine Ablehnung für die Sekundarschule erhalten haben und sich nun erneut entscheiden müssen, sowie an die Eltern die ihr Kind bisher noch gar nicht angemeldet haben, ihr Kind an der Gesamtschule anzumelden.
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