Hauptschule Materborn: Bis zu 130 zusätzliche Flüchtlinge sollen hier leben

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Die Stadt Kleve plant weitere Teile der ehemaligen Hauptschule Materborn für die Aufnahme von Asylbewerbern und ausländischen Flüchtlingen herzurichten. Bisher leben hier 40 Flüchtlinge.

"Letztendlich ist geplant, für die Unterbringung von ca. 120 – 130 Personen geeignete Möglichkeiten in der ehemaligen Hauptschule Materborn zu schaffen," teilte die Stadt Kleve mit.

Nach dem Willen des Gesetzgebers soll die Unterbringung von Asylbewerbern in der Regel in Gemeinschaftsunterkünften erfolgen. Der Aufnahmeverpflichtung kommt die Stadt Kleve bereits seit Jahren durch den Betrieb des Übergangsheimes Stadionstraße 68 und seit Mai diesen Jahres durch die Bereitstellung von geeigneten Räumlichkeiten der ehemaligen Hauptschule Materborn nach. Die in diesen Gebäuden derzeit vorhandene Kapazität ist jedoch in vollem Umfange ausgeschöpft.

Neben dieser eher mittelfristig angelegten Aktivitäten ist die Stadt Kleve jedoch bemüht, Asylbewerbern und ausländischen Flüchtlingen auch privaten Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Der Sozialausschuss der Stadt Kleve hat daher bereits im Jahre 2006 den Beschluss gefasst, asylsuchenden Familien mit minderjährigen Kindern den Bezug von privatem Wohnraum zu ermöglichen.

Sowohl das Gebäudemanagement der Stadt Kleve unter der Leitung von Thomas Mutz ( Tel. 02821/84300) als auch Wilfried van de Kamp (Tel. 02821/72090) und Larissa Burschinski vom Caritasverband Kleve e.V., die im Auftrag des Fachbereiches Arbeit und Soziales der Stadt Kleve bemüht sind, privaten Wohnraum zu erlangen, wären für eine entsprechende Mitteilung über leerstehenden sozialhilferechtlich angemessenen Wohnraum dankbar.

Der ungebremste Zustrom von Asylbewerbern und ausländischen Flüchtlingen sowie die entsprechende Schaffung geeigneter Aufnahmeeinrichtungen bzw. Unterbringungsmöglichkeiten stellt die Städte und Gemeinden in Deutschland vor eine große Herausforderung. Für den Bereich der Stadt Kleve wird die Dimension anhand folgender Daten deutlich: Die Aufnahmequote des gesamten Jahres 2013 betrug 90 Personen. In der Zeit vom 01.01. bis zum jetzigen Zeitpunkt wurden der Stadt Kleve hingegen 140 Personen zugewiesen – hiervon alleine 50 Personen im Monat November.
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