Für Prinz Dieter, der Taktvolle, ging ein 44 Jahre dauernder Traum in Erfüllung

Anzeige
Ein 44 Jahre währender Traum ging in Erfüllung: Endlich hält Prinz Dieter, der Taktvolle, das Zepter in der Hand. (Foto: Heinz Holzbach)
Kleve: Stadthalle | Noch einmal durfte Prinz Jens, der Tönende, den Ton angeben. Auf der Bühne der Stadthalle hieß es für ihn nämlich Abschied nehmen. Abschied nehmen von einer tollen Session, für die sich Bürgermeister Theo Brauer im Rahmen der Proklamation des kommenden Prinzen, Dieter, der Taktvolle noch einmal bedankte.

Großes Tam-Tam, große Brillen, zwei wehmütige Blumenmädchen, ein scheidender Prinzenliedsänger, die Gardemädchen - ihnen allen fiel dieser letzte Einzug nicht ganz leicht. Trotzdem gab es keine wehmütigen Gesichter, denn eins war klar: auch wenn Prinz Jens, der Tönende, das Zepter übergeben musste, so wird sich doch der Karnevalsreigen im Kleverland weiter drehen.

Gute Laune herrschte in der Stadthalle vor - bis nahezu auf den letzten Platz waren alle Stühle besetzt. Da wurde noch einmal geklatscht und geschunkelt, bis es im neuen Jahr weiter geht mit dem karnevalistischen Treiben. Frank Konen, Präsident des Klever Rosenmontag-Komitee, KRK, führte durch den Abend, hieß Prinzen und Bürgermeister willkommen. "Du hast die vergangene Session mit viel Frohsinn gemeistert, hattest viele Auftritte, hast alle Anfragen erfüllt", wandte sich Konen an den scheidenden Prinzen. Bürgermeister Theo Brauer kam an der Nachricht nicht vorbei: "Was wir nicht im Auge hatten: Dass Karneval verbindet", spielte er auf die baldige Geburt des Kindes von Kathrin und Marc (Mülders) an. Die Kollegen kannten sich aus: Kathrin, langjährige Showtänzerin bei der Germania Materborn, Marc Mülders: ein Kollege im Finanzamt. Jens, der Tönende, griff noch einmal zum Mikrofon, bedankte sich für eine tolle Session, "die mir ewig im Herzen bleiben wird." Eine Überraschung gab es zum Ende der Session: Thomas Arntz überreichte einen kupfernen Prinzen als Erinnerung an die vergangenen Monate. Noch einmal wurde das Prinzenlied gesungen, noch einmal geklatscht, noch einmal ein dreifaches Helau auf Prinz, Garde und Kleve ausgebracht - dann hieß es endgültig Abschied nehmen. Das Zepter wechselte den Besitzer. "Denk daran, in diesem Holz steckt richtig was drin", wandte sich der Noch-Prinz an seinen Nachfolger.

Mit Bernd Rinke und Frank de Schauwer zogen zwei Germania-Granden ein. In einem äußerst gelungenen Zwiegespräch stellten sie den "Neuen" vor, berichteten aus dem Leben des gerade gewordenen Prinzen. Ein Christkindchen ist er also, der neue Prinz, ein Einzelkind, was sich in Kindergarten und Schule durchaus bemerkbar machte, das frisierte Mofa, das selbst erarbeitete Schlagzeug - und vor allem: "Wenn ein Gladbach Fan Köln Fan wird und in Kleve Prinz, dann müsst Ihr Euch nicht wundern, wenn daraus im nächsten Jahr die Bebdurg-Hauer Tulpensonntagsprinzessin wird."

Erster echter Prinzenauftritt mit vielen Dankeschöns: An die Mama, die ihn 44 Jahre lang begleitet habe in seinem Traum, einmal Prinz zu sein, an Ehefrau Heike und die beiden Kinder, an die Gardefrauen und viele mehr. Die Germania Ströpkes legten einen tollen Gardetanz hin, bevor es an Prinzenliedsänger, Dieter Litjens war, mit dem neuen Prinzenlied zu begeistern. Bühnenerfahrung bringt er als Sänger der "Klever Räuber" reichlich mit.

Rolf Görtz und Norbert Pauls hatten sich im Mai von der Vorstandarbeit im KRK zurückgezogen und dne platz für Jüngere freigemacht. Beide wurden für ihre langjährige Arbeit geehrt, Norbert Pauls zum ersten Ehrenpräsidenten ernannt.

----------------------------------------------------
Hier geht es zur Bildergalerie von der Prinzenproklamation.

Nachschlag: Bildergalerie von Charly Stoffels
----------------------------------------------------

So grandios war die Prinzenvorstellung in der Mehrzweckhalle Materborn.
1
Einem Mitglied gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.