Hündin Marly gibt Markus Vogt Hoffnung

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Marly soll in Zukunft eine große Hilfe für Markus Vogt sein, doch noch fehlt die Ausbildung. (Foto: Magalski)
Markus Vogt ist ein Kerl wie ein Baum. Der Lüner misst über zwei Meter, hat große und kräftige Hände. Krücken, der Rollstuhl und der unsichere Gang passen nicht ins Bild. Marly, ein kleiner Hund, hilft Markus Vogt in Zukunft beim Kampf gegen die Folgen eines schlimmen Unfalls.

Sekunden änderten vor vierzehn Jahren das Leben der Familie aus Lünen. Markus Vogt stürzte bei einem Arbeitsunfall acht Meter in die Tiefe, kam mit einem Schädel-Hirn-Trauma in ein Krankenhaus. Hirnblutungen verursachten Komplikationen. Der Lüner überlebte die schweren Verletzungen mit viel Glück, doch der Unfall war ein harter Schlag für die Familie, riss Markus Vogt aus dem Arbeitsleben und machte ihn zum Schwerbehinderten. Störungen des Gleichgewichts und spastische Lähmungen sind bis heute zwei Folgen. Sein Gang ist unsicher, das führt immer wieder zu Stürzen. Der Zustand verschlechtert sich, seit kurzer Zeit hat der Familienvater einen Elektro-Rollstuhl. Diabetes ist ein weiteres Gesundheitsproblem. Hoffnung gibt Marly. Die Hundedame ist ein Golden Retriever, gerade ein halbes Jahr alt und steht am Anfang einer umfangreichen Ausbildung zum Therapiehund, Diabetiker-Warnhund und Behinderten-Begleithund. Marly ist ein kluger Hund und soll bei Stürzen Hilfe holen, bei Diabetes warnen, beim Anziehen helfen und unterstützt nach Ende der Ausbildung bei vielen anderen Dingen des Alltags.

Familie sucht Sponsoren für Ausbildung

Die Theorie klingt gut, scheitern könnte das Projekt laut Vogt an der Finanzierung. Markus Vogt bekommt, so erzählt er im Gespräch, nur eine kleine Erwerbslosenrente und dazu Pflegegeld. Seine Frau Petra betreut als Tagesmutter Kinder. "Das Geld reicht nicht, um Marlys Ausbildung zu finanzieren und wir hoffen nun auf Menschen, die uns helfen, vielleicht als Sponsor", erklärt Markus Vogt die Situation. Für Markus Vogt ist es kein leichter Schritt, mit seiner Geschichte an die Öffentlichkeit zu gehen - doch für den Zweimeter-Mann ist es die Chance auf ein leichteres und besseres Leben.

Thema "Therapiehund" im Lokalkompass:
> Jayme braucht einen Zuckerhund
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2 Kommentare
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Hans Werner Wagner aus Lünen | 14.07.2015 | 20:03  
Daniel Magalski aus Lünen | 16.07.2015 | 17:14  
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