Unfall-Opfer sucht seit Wochen seine Retter

Anzeige
Thomas und Kerstin Meyer suchen seit dem Unfall im Mai nach dem Ersthelfer und weiteren Zeugen. (Foto: Magalski)
Thomas Meyer ist mit seiner Harley auf dem Weg nach Hause, es ist ein schöner Abend im Mai. Minuten später verändert ein Unfall sein Leben. Der Fliesenleger verliert einen Fuß und sucht auch drei Monate nach dem Unglück noch Zeugen.

Touren mit der Harley sind für den Inhaber von Meyers Fliesenparadies der Ausgleich zur Arbeit. Urlaub war selten in den letzten fünfzehn Jahren Selbstständigkeit. Der Lüner fährt die Borker Straße von Cappenberg in Richtung Lünener Straße. In Höhe des Waldes kommt es zum Zusammenstoß mit einem Auto. Thomas Meyer kommt zu Fall, rutscht mit der Maschine auf den Seitenstreifen. Vom Unfall weiß der Lüner nicht viele Details, umso wichtiger sind für ihn die Berichte von Zeugen. "Das Gehirn hat nach dem Zusammenprall einfach abgeschaltet", erzählt der Fliesenleger. Im Krankenhaus versorgen Ärzte in einer Operation über mehrere Stunden seinen mehr als dreißig Mal gebrochenen Fuß, stabilisieren die zertrümmerten Knochen mit Nägeln, Schrauben und Metallplatten. Sechs Rippen sind außerdem gebrochen, sie verletzten die Lunge, die Milz und eine Niere. Im Kopf hat Thomas Meyer eine Blutung.

Ärzte amputieren den Fuß

Intensivstation. Künstliches Koma. Viele Operationen. Verlegung in eine andere Klinik. Komplikationen bis zur Blutvergiftung. Der Fuß ist trotz aller Bemühungen nicht zu retten, die Mediziner amputieren ihn schließlich bis auf die Ferse. Ein Schicksalsschlag für den selbstständigen Unternehmer. "Im Krankenhaus hat man viel Zeit zum Nachdenken, ich lag rund elf Wochen drin und dieser 19. Mai ist auf jeden Fall mein zweiter Geburtstag", sagt Thomas Meyer und das verdankt er wohl auch der schnellen Hilfe. Ein Mann ist nach dem Unfall gleich zur Stelle, versorgt die schweren Verletzungen mit den sicheren Handgriffen eines Profis und ein anderer Zeuge alarmiert die Rettungskräfte. Thomas Meyer möchte sich gerne bei den Rettern bedanken und hofft zudem auf Antworten auf noch offene Fragen, doch bisher gibt es kaum Hinweise zu den Zeugen. "Der Ersthelfer soll selbst mit dem Motorrad gefahren sein und war nach Erzählungen vermutlich ein Feuerwehrmann." Aufrufe seiner Frau Kerstin bei Facebook und E-Mails an Feuerwehrleute im Umkreis blieben bisher ohne Erfolg und so legen die Meyers ihre Hoffnung nun in diesen Artikel.

Suche nach den unbekannten Helfern

Montag war Thomas Meyer seit zehn Tagen wieder zu Hause. Im Betrieb an der Roonstraße fehlt seine Arbeitskraft - noch bis mindestens Ende des Jahres. Der Verkauf geht weiter, doch das Fliesen legen läuft im Moment auf Sparflamme, erzählt der Lüner. Thomas Meyer sucht deshalb auch einen Fliesenleger, nicht nur für den Moment sondern mit der Chance auf langjährige Beschäftigung. Wer Ersthelfer beim Unfall auf der Borker Straße war, Hinweise zu den gesuchten Personen geben kann oder sonstige Beobachtungen rund um den Unfall gemacht hat, meldet sich unter Telefon 02306 / 979771 bei Thomas und Kerstin Meyer.

Thema "Unfall" im Lokalkompass:
> Fahrerflucht: Hasan Turan verlor sein Bein
2
Diesen Mitgliedern gefällt das:
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.