Katzengarten gibt Samtpfoten ein Zuhause

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Zur Fütterung kommen die frei lebenden Katzen aus ihren Verstecken. (Foto: Magalski)
 
Maria Fahlbusch und Stefanie Hirschfelder bei der Fütterung im Katzengarten. (Foto: Magalski)
Johannes hockt in der Sonne und wartet auf den Futter-Sevice. Stefanie Hirschfelder und Maria Fahlbusch füllen dem Kater aus einer Dose etwas Fleisch in Soße in den Napf. Tag für Tag kümmern sich die Aktiven aus dem Tierschutzverein Lünen überall in der Stadt um Tiere in Not.

Das Klappern der Dose lockt immer mehr Katzen zur Futterstelle. Karl, den jeden Besucher mit einem lauten Miauen ankündigenden Kater aus dem Busch. Schwänzchen, die ängstliche Katzendame, mit der Dank guter Pflege wieder verheilten Wunde am Schwanz. Zwanzig Katzen waren es vor fünf Jahren an dieser Futterstelle in einem Stadtteil von Lünen, heute leben noch sieben Katzen im Umkreis. Stefanie Hirschfelder, zusammen mit Maria Fahlbusch Beisitzerin im Tierschutzverein Lünen, ist zufrieden mit dieser Entwicklung, zeigt das konsequente Kastrieren der Tiere doch seine Wirkung. Der Tierschutzverein Lünen fängt wilde Katzen, bringt sie zur Kastration zum Tierarzt und verhindert so die unkontrollierte Vermehrung und unnötiges Leid. Katzen-Nachwuchs gibt es dennoch reichlich und die Samtpfoten gehören dann auch zu den häufigsten Einsätzen für die Tierschützer, gefolgt von Meerschweinchen, Kaninchen und im Winter auch Igeln.

Gewächshaus ohne Gemüse

Viel Arbeit, doch Dank neuer Mitglieder, darunter viele junge Menschen, kann der Tierschutzverein Lünen, um den es in den letzten Jahren ruhiger war, sich im Moment neu aufstellen und sieht positiv in die Zukunft. "Tierschutz ist nicht unser Hauptberuf, sondern Ehrenamt in unserer Freizeit", erklärt Stefanie Hirschfelder und bittet um Verständnis: "Wir können nicht die Welt retten, wir helfen im Rahmen unserer Möglichkeiten." Anfragen wolle man aber so schnell beantworten, möglichst innerhalb eines Tages. Hundert Meter von der Futterstelle entfernt hat der Tierschutzverein einen kleinen Garten. Ein Gewächshaus steht in der Mitte auf dem Rasen, doch hier wächst kein Gemüse, hier leben heimatlose Katzen gut geschützt vor Regen und Kälte. Zuflucht für die, die keinen Platz haben auf einem weichen Sofa. Die Tierschützer würden am liebsten alle Katzen bei sich aufnehmen, doch die Pflegestellen haben nur begrenzte Kapazitäten und brauchen Platz für "Notfelle".

Wunschzettel mit Garage und Hasenstall

Weihnachten ist zwar noch einige Wochen hin, die Tierfreunde haben trotzdem schon einen kleinen Wunschzettel. Pflegestellen und weitere Unterstützer stehen mit ganz oben auf der Liste, aber neben Geld zur Finanzierung der Arbeit auch immer Sachspenden. Im Moment nutzen die Tierschützer noch eine Garage auf Cappenberg als Lager, doch sie wünschen sich für die Zukunft eine zentralere Lager-Möglichkeit in Lünen. Stefanie Hirschfelder und ihre Mitstreiter würden sich freuen, wenn jemand dem Tierschutzverein eine Garage oder einen Schuppen kostenlos zur Verfügung stellen würde, denn sonst bleibt vom ohnehin knappen Budget noch weniger für die Tiere. Ein Hasenstall aus Holz, der an der Futterstelle als Unterschlupf für die Katzen dient, ist arg in die Jahre gekommen und braucht - gerne kostenlosen - Ersatz. Menschen, die dem Tierschutzverein helfen wollen, melden sich unter Telefon 02306 / 257679 direkt bei Stefanie Hirschfelder.

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