Nachfolgenutzung der ehemaligen Bergbauflächen Auguste Victoria in Marl

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Als Projekt des „Umbau 21“ in der Emscher-Lippe-Region unterstützt die Landesregierung die Planungen zur Nachfolgenutzung der ehemaligen Bergbauflächen Auguste Victoria in Marl. Wirtschaftsminister Garrelt Duin hat dafür einen Förderbescheid an die Stadt Marl überreicht. Das Bergwerk ist im Dezember 2015 stillgelegt worden. Die 1,2 Millionen Euro für die Fortsetzung der Machbarkeitsstudie für die Nachfolgenutzung der Zechenbrache an der Carl-Duisberg-Straße wurde überbracht.

Den Förderantrag hat die Stadt Marl in enger Zusammenarbeit mit ihren Kooperationspartnern RAG AG, RAG Montan Immobilien, Evonik Industries AG und der logport ruhr GmbH erarbeitet. Es ist bereits der zweite Förderbescheid, den die Stadt Marl erhält. Zunächst wurden in der mit rund 567.000 Euro finanzierten Phase 1 der Machbarkeitsstudie planungs- und umweltrechtliche Untersuchungen durchgeführt. Nun soll in der zweiten Phase ein Konzept für die Entwicklung der Gewerbe- und Industrieflächen erarbeitet werden, das die bereits ermittelten Restriktionen und Potenziale berücksichtigt.
Seveso III so heißt die Richtlinie der Europäischen Union (EU), in der es um Abstandsflächen von Gebäuden zu Industrieanlagen geht, in denen gefährliche Stoffe produziert werden. Die Abstandsgrenze liegt bei 1,5 Kilometern.
Das wird auch Auswirkungen auf die Nachfolgenutzung haben.

Land gibt rund 1,2 Millionen Euro für den Standort „Neue Victoria“

„Die Verantwortlichen vor Ort haben sich in Abstimmung mit der Landesregierung auf den Weg gemacht, um diesem Standort ein neues Profil zu geben – mit der Verkehrsanbindung über Straße, Wasser und Schiene und mit marktgerechten Flächen für die Ansiedlung von Unternehmen.

Das Bergwerk „Auguste Victoria“ war am 18. Dezember 2015 nach 110 Jahren Förderung geschlossen worden. Die Landesregierung fördert den Zukunftsstandort „Neue Victoria“ im Rahmen ihrer „Bergbauflächenvereinbarung“, einer Vereinbarung der Landesregierung mit den Standortkommunen und der RAG AG/RAG MI, sowie im Rahmen von „Umbau 21“, dem neuen Konzept für die Wirtschaftsförderung in der Emscher-Lippe-Region.

Die Fördersumme stammt aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen (RWP) und der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW). Der Bewilligungszeitraum läuft vom 01. Februar 2016 bis zum 31. März 2018.

Auf dem Gelände des Bergwerks Auguste Victoria (AV), das zum Jahreswechsel stillgelegt wurde, wollen die RAG Montan Immobilien GmbH, die Immobilientochter des Flächeneigentümers RAG Aktiengesellschaft, und die Stadt Marl gemeinsam Industrie- und Gewerbeflächen mit dem Schwerpunkt Logistik entwickeln und damit den erheblichen struktur- und arbeitsmarktbezogenen Folgen der Zechenschließung begegnen. Auf Grundlage der Ergebnisse der im vergangenen Jahr abgeschlossenen ersten Phase der Machbarkeitsstudie sollen jetzt in der zweiten Phase die Restriktionen und Potenziale vertiefend untersucht und unter dem Arbeitstitel „Die neue Victoria“ ein tragfähiges Strukturkonzept für die Revitalisierung der Fläche erstellt werden. Dieses wird dann die Grundlage für die konkrete Planung des Areals hinsichtlich Erschließung und Nutzung.

Das Gelände der ehemaligen Schachtanlage AV 3/7 gehört zu den wenigen größeren Flächen in der Emscher-Lippe-Region und dem Ruhrgebiet, die in den kommenden Jahren für Industrie- und Gewerbeansiedlungen erschlossen werden können. Die RAG Montan Immobilien GmbH und die Stadt Marl haben sich das Ziel gesetzt, 2020 in die konkrete Vermarktung der Fläche einzusteigen, neue Unternehmen anzusiedeln. Die beiden Partner setzen dabei auf die besondere Lage des Geländes als Tor zum Ruhrgebiet und auf die optimale Verkehrsanbindung über Autobahn, Schiene und Wesel-Datteln-Kanal.

Die Stadt Marl wird die Aufträge für die zweite Phase der Machbarkeitsstudie jetzt ausschreiben und entsprechend qualifizierte Gutachterbüros beauftragen. Die Ergebnisse sollen bis Ende des kommenden Jahres vorliegen. Die Stadt Marl wird die Anlieger und Öffentlichkeit fortlaufend über wichtige Zwischenergebnisse informieren.
Durch die Festlegung als Logistikstandort wird es zu erheblichen Belastung der Marler Strassen mit LKW Verkehr kommen, besonders der Karl Duisbergstr.
Die Festredner verbreiten Optimismus mit der Behauptung der Schaffung von tausend Arbeitsplätzen.
Die politschen Parteien in Marl die das ebenfalls behaupten, sind die Selben die
von tausenden neuen Arbeitsplätzen bei der Westerweiterung am Chemiepark sprachen. Heute kann sich jeder davon überzeugen das dort kein einziger Arbeitsplatz enstanden ist.
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