Eine Kneipentour durch Rheinberg

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Die neunte ENNI Night of the Bands lockte wieder zahlreiche Besucher, auch außerhalb von Rheinberg, an den Niederrhein.

Eines ist bei der ENNI Night of the Bands immer von vorneherein klar: Man sieht sich immer mehr als einmal. So lief es auch bei der neunten Ausgabe der beliebten Partynacht in Rheinberg ab. Den Auftakt mache die Westernhagen-Coverband „Willenlos“, die um 19 Uhr im Schwarzen Adler startete. Das überwiegend ältere Publikum groovte zur authentischen Nachahmung von Marius Müller Westernhagen durch Leadsänger Bernd. Dieser überzeugte nicht nur mit seinen gekonnt lässigen Gestik, sondern auch mit dem Spiel an der Mundharmonika zu „Oh, Margarete“.

Ortswechsel. Dank der Shuttle-Busse war auch für diejenigen, die nicht mit dem Auto fahren wollten, bestens vorgesorgt. Im Zuff!07-Jugendzentrum tanzte ein etwas jüngeres Publikum zur Musik der Rockabilly-Band „Rockameier“. Zum ersten Mal ist die Moerser Kombo bei der ENNI Night of the Bands in Rheinberg vertreten und überzeugt nicht nur durch eigen geschriebene Texte, sondern auch mit lustigen Anekdoten und Zwischenrufen: „Achtung, das ist das einzige Lied, in dem eine Performance vorkommt“, kündigt zum Beispiel Johannes Schwarzmann, Kontrabassist, lachend ein Lied an, bei dem die Band an einer einzigen Stelle synchron mit den Köpfen nach rechts wippt.

Gemeinsame Suche nach der nächsten Kneipe

Während sowohl im Schwarzen Adler als auch im Zuff noch genug Platz zum Tanzen war, wird es in der Rheinberger Innenstadt, wo der nächste Stopp stattfindet, schwierig. Die Band„Moodish“, die in der Gaststätte „Zur Alten Apotheke“ spielt, hat solch eine große Zuschauermenge vor sich versammelt, dass das Zuhören nur noch aus weiter Entfernung möglich ist. Macht aber nichts, schließlich gab es noch an drei weiteren Standorten in der Innenstadt beste Live-Musik. Als Nicht-Rheinberger entsteht aber durchaus spätabends und trotz Lageplans die Frage, wo genau die nächste Kneipe ist. „Wisst ihr, wo genau der Punto Treff ist?“, erschallt es gleich von drei verschiedenen Personen. Wir haben ebenfalls keine Ahnung, aber gemeinsam findet es sich definitiv leichter. Auch das macht die ENNI Night of the Bands aus: Das Klönen mit völlig fremden Menschen auf der Straße und das gemeinsame Suchen nach der nächsten Lokalität.

Im Punto Treff spielte die Band „Skip Direction“ und sorgte für alle beste Partystimmung mit Hits von Pink, Rihanna oder U2, trotz vollkommen überfüllter Kneipe. Oftmals erklingt es an diesem Abend noch „ach, du schon wieder“, bevor es irgendwann spätabends mit der Erkenntnis nach Hause geht: Rheinberg braucht mehr teilnehmende Kneipen.

Alle Fotos: Heike Cervellera
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