Am EKM entstehen OP-, Ärzte- und Parkhaus

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Nils Krog, Geschäftsführer am Evangelischen Krankenhaus Mülheim, und Arndt Heyermann, Planungs- und Bauleiter der Ategris GmbH, haben große Modernisierungspläne: Neue Operationssäle, ein Ärzte-haus und ein Parkhaus sollen bis 2019 entstehen. ^Foto: PR-Foto Köhring/AK
 
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Weniger Grün, aber mehr Parkflächen plant das EKM. ^Foto: PR-Foto Köhring/AK
Mülheim an der Ruhr: EKM |

Mit dem Anbau von Haus C und dem Umbau des Haupthauses wurde erst Ende 2014 eine 26-Millionen-Investition am Evangelischen Krankenhaus Mülheim (EKM) abgeschlossen. Nun steht der Einrichtung eine weitere große Baumaßnahme bevor: Neue Operationssäle, ein Ärzte- sowie ein Parkhaus sollen bis 2019 entstehen.

40 Jahre hat der derzeitige OP-Bereich bereits auf dem Buckel. Die Technik sei zwar auf dem modernen Stand und würde auch mit umziehen, "aber das Gebäude selbst ist einfach durch", erklärt EKM-Geschäftsführer Nils B. Krog. Tageslicht beispielsweise habe zur Entstehungszeit üblicherweise gefehlt und auch plane man heute mehr Raum ein etwa für die OP-Vorbereitung. Zeitersparnis, Hygiene und das Wohlbefinden des Patienten seien hier entscheidende Faktoren.

Die offizielle Bestandsprüfung bestätigt die Einschätzung des Krankenhauses: Ein zeitgemäßer Umbau sei nicht mehr möglich. Zur Friedrichstraße hin soll deshalb ein zweigeschossiger Neubau entstehen. "Das hat auch den Vorteil, dass der laufende Betrieb nicht gestört wird", so Arndt Heyermann, Leitung Planen & Bauen. Und: "Für das Stadtbild stellt die neue Fassade sogar eine Verschönerung dar." Eine Brücke schafft eine Anbindung des Neubaus an den alten OP-Komplex. "Was damit passieren wird, ist derzeit allerdings noch unklar", erklärt Krog. An der Gesamtgröße des Bereichs wird sich übrigens nichts ändern: Sieben OP-Säle auf 2.000 Quadratmetern sollen entstehen. "Aber mit Freifläche für einen weiteren OP-Saal oder innovative Medizin-Technik", sieht es der Planer perspektivisch.

Für das Ärzte- sowie das Parkhaus hat man sich die Gartenfläche hinter dem Hauptgebäude ausgeguckt. "Da geht natürlich Rasenfläche verloren und auch zwei Bäume müssen weichen", gesteht Krog. "Aber das war die einzige Möglichkeit, denn nach unten können wir aufgrund des Felsbodens nicht gehen." Die Vorteile der Neubauten liegen für ihn auf der Hand: Das Mülheimer Gesundheitsangebot konzentriere sich auf die Stadtmitte; Anfragen von Ärzten, die sich hier ansiedeln oder vergrößern wollen, um Synergien und kurze Wege zu nutzen, lägen diverse vor. Das Parkproblem sei hinlänglich bekannt, statt 40 bestehender Plätze schaffe das Parkhaus 200 Stellflächen - ein echter Gewinn für Krankenhaus, Ärzte und Umgebung.

Handwerker stehen Rede und Antwort


Damit die Pläne umgesetzt werden können, gilt es erst einmal, Baurecht zu schaffen. Im nächsten Schritt erfolgt die Offenlage für die Bürger, dann geht der Antrag in den Rat. Mit den Bauarbeiten beginnen will man dann im kommenden Jahr. Wie hoch die Gesamtkosten für die Maßnahmen ausfallen, sei zu diesem Zeitpunkt spekulativ. "Im zweistelligen Millionenbereich bewegen sie sich auf jeden Fall", weiß Krog und wagt eine Prognose von 30 bis 35 Millionen. Einschränkungen für die Patienten soll es während der Bauzeit keine geben. "Im Gegenteil, viele Patienten finden solche Maßnahmen während ihres sonst eher langweiligen Krankenhausaufenthaltes spannend und die Handwerker stehen Rede und Antwort", meint Heyermann.
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