Ausstellung "Oase Unperfekt" in der Sozialagentur

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(v.l.) Ursula Vollbrink und Aussteller Heiner Schmitz bei der Ausstellungseröffnung in der Feldmannstiftung.
Hochkarätig ging es zu bei der Ausstellungseröffnung „Oase Unperfekt“ in der Styrumer Begegnungsstätte Feldmannstiftung. Beigeordneter Ulrich Ernst, Max Schürmann (Leiter der Feldmannstiftung) und weitere stadtbekannte Persönlichkeiten waren dabei, als Fotografie-Professor Heiner Schmitz seine Ausstellung „Oase Unperfekt – kulturelle Vielfalt und Gartenfreude in Styrum“ am Mittwoch, 12. Juli, eröffnete.

Ulrich Ernst würdigte das Resultat des Gemeinschaftsgartens als eine „wunderbare Geschichte“ und erzählte, dass er selbst im Garten an der A40 gewesen war und sich davon überzeugt hat, wie „alles blüht und sprießt.“ Die Oase Unperfekt wird von Menschen verschiedener Kulturen beackert und gepflegt. Erfolge lassen sich sehen: Der Austausch ist ersichtlich, Menschen finden über die Gärtnerei und unterschiedliche Erfahrungen zueinander, verbringen Zeit miteinander und freuen sich über Ergebnisse und Ernten. 2014/15 startete das Projekt. Damals hat Stadtteilkoordinator Michael Maas das Projekt auf den Weg gebracht. Heute in Essen aktiv, ist er dankbar für das Engagement in Styrum, so Maas am Mittwoch bei der Ausstellungseröffnung.

Ursula Vollbrink ist eine der Pächterinnen der rund 40 Parzellen: „Die Gemeinschaft wird stärker. Man zeigt sich gegenseitig, was man pflanzt und so findet ein Austausch statt.“ Sie ist mit ihrer Blumenpracht auf dem Titel des Katalogs vertreten. Von der Sparkasse Mülheim ist nicht nur die Ausstellung, sondern auch der dazugehörige Katalog gesponsort worden. Die Fotografien von Heiner Schmitz werden über die Wintermonate auch noch weiter in der Sozialagentur Styrum zu sehen sein. Besucher der Ausstellungseröffnung finden seine Fotografien vor allem gelungen, weil es nicht gestellt wirkt: „Niemand schaut in die Kamera, alle arbeiten,“ so die Besucher. Heiner Schmitz war von März 2016 bis Mai 2017 etwa 50 Mal dort. 20 Mal umsonst, wie er sagt, weil niemand dort war.

Nach einem Jahr geht auch die „Oase Unperfekt“ neue Wege: Künftig soll es eine Projektecke für Kinder geben. Weitere Anregungen sind aber immer willkommen. Jeden Monat treffen sich die Parzellen-Betreiber. Zemin Yüregil ist einer von ihnen. Ihm war es als Familienvater von Anfang an wichtig, dass auch die Kinder mitkommen. Er hat zusammen mit Anderen den Gemeinschaftsbereich gebaut. In diesem Jahr werden dort für alle Tomaten, Kürbisse und Kartoffeln geerntet. Vor Kurzem hat er sich zu einem eigenen Schrebergarten entschlossen. Damit verlässt er die Oase Unperfekt, aber sicherlich nicht für ganz...
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