Eppinghofer Straße feiert "Fest der Kulturen"

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Für die Organisatoren ist das "Fest der Kulturen" der Höhepunkt der Vorbereitungen. (Foto: PR-Fotografie Köhring/KP)

Am Sonntag, 22. Mai, wird die Eppinghofer Straße zum multikulturellen Treff in der Innenstadt. Denn zum ersten Mal feiert Eppinghofen ein "Fest der Kulturen" und lädt alle Bürger zum Kennenlernen ein.

Von Fabian Kloster

Mit dem Fest möchte man auch das Image des Stadtteils verbessern. Gerade durch das Auftauchen von Rockern und die daraus resultierenden Großeinsätze der Polizei, erscheint die Straße mit hoher Migrationskonzentration ein Problemgebiet. "Viele Bürger haben Angst durch die Eppinghofer Straße zu laufen", sagt Orhan Göktan vom türkischen Sozialen Verein. "Gerade durch das Rauchverbot in den Lokalen, sind die Leute gezwungen auf die Straße zu gehen. Und das sind dann hauptsächlich Ausländer die den Bürgersteig bevölkern", führt Orhan Göktan fort.

Um diese Ängste abzubauen muss ein Raum geschaffen werden, wo sich die Leute begegnen können. "Die Menschen sollen sich kennen lernen", sagt Helmut Kempken. Die Kontakte, die beim Fest der Kulturen geknüpft werden, sollen aber auch nachhaltig sein. Daher findet das Fest dort statt, wo sich die Leute auch im Alltag begegnen, statt auf einer grünen Wiese. "Wir wollen die Bürger dort erreichen, wo sie leben", fügt Jörg Marx vom Netzwerk der Generationen hinzu.
Beim Fest sollen sich aber nicht nur die Bürger näher kommen. Auch der Kontakt der Migranten zum Stadtteilmanagement soll verbessert werden. Diese neuen Kontakte gab es schon bei den Vorbereitungen zum Fest. "Die Bewohner freuen sich und fühlen sich durch das Fest wertgeschätzt", sagt Jörg Marx.

Der Beginn der Vorbereitungen war zunächst schwierig. Dabei gestaltete sich die Finanzierung am Schwierigsten. "Wir sind Orhan Göktan so dankbar, dass er sich um die Anträge für öffentliche Fördermittel gekümmert hat. Das waren viele Formulare und ein großer Arbeitsaufwand" erinnert sich Jörg Marx. "Für uns war es auch schön, dass sich so viele Sponsoren mit dem Projekt identifizieren können und uns gerne unterstützen".

Auf dem Fest werden mehr als 60 Stände aufgestellt. Diese werden von Geschäftsleuten in der Eppinghofer Straße, von Kirchen, der Polizei, Kulturvereinen, städtischen Einrichtungen und anderen betrieben. Es gibt Essensstände, Infostände und auch viele Angebote für Kinder. Außerdem wird das Projekt "Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier" vorgestellt. Mit diesem Projekt sollen die Chancen von Bewohnern in benachteiligten Stadtteilen verbessert werden.

Neben den mehr als 60 Ständen wird auch eine große Bühne in der Nähe des Kreisverkehrs aufgebaut. Ab 13 Uhr moderiert die Mülheimer Radiomoderatorin Tanja Schwarze. Auf der Bühne gibt es neben Folklore- und Kindertänzen auch Aktionen und viel Live-Musik von Künstlern aus Eppinghofen und der Stadt. "Ganz wichtig für die Kollegen war das Fanfaren-Corps, das war ein wichtiges Kriterium" erzählt Jörg Marx lachend. Den Höhepunkt gibt es ab 17 Uhr mit der deutsch-holländischen Band "Braingate". Die Eppinghofer Straße wird an dem Tag gesperrt. Auch hier die Anträge zu stellen war laut Jörg Marx ein enormer Aufwand. "Es mussten ja auch Haltestellen des Nahverkehrs verlegt werden."
Von 11 bis 18 Uhr wird die Eppinghofer Straße am Samstag, 22. Mai, zum multikulturellen Treff. Für Jörg Marx und seine Kollegen ist das "Fest der Kulturen" der Höhepunkt der Vorbereitungen.
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