Für einen guten Start ins Leben

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Das Team der Familienhebammen besteht aus (vl) Andrea Menn, Jennifer Jaque-Rodney, Ursula Giwa und Desirée von Bargen. (Foto: Walter Schernstein)
„Für einen guten Start ins Leben“ stehen seit knapp zwei Jahren die Familienhebammen jungen, unsicheren Müttern zur Seite. Das Team um Jennifer Jaque-Rodney berät und betreut die hilfesuchenden Mütter, Väter und Eltern und hilft, wenn es um Probleme rund um das Baby geht.

„Jetzt gibt es uns schon zwei Jahre und die Resonanz ist wunderbar“, erzählt Jennifer Jaque- Rodney. Dadurch das ihr Büro zentral auf der Wallstraße 5 liegt, verzeichnen die Familienhebammen einen regen Zulauf. „Wir haben versucht ein warmes und gemütliches Ambiente zu kreieren, um eine vertrauensvolle Basis für Gespräche mit den Müttern zu schaffen“, so Jaque-Rodney.
Zielgruppe der Familienhebammen sind aber vor allem diejenigen(werdenden) Mütter, die es besonders schwer haben, sich auf ihr Baby einzulassen um eine gute Bindung zum Kind aufzubauen.
„Wir bezeichnen die Menschen die zu uns kommen als „unsichere Familien“. Sie gehören nicht zu der Gruppe der Risikofamilien aber auch nicht zu der der „normalen“ Familie“, erklärt Nina Frense, Refaratsleiterin im Jugenddezernat.
Anlässlich einer Fachtagung zum Thema „frühe Hilfen“ erläuterte Stadtstatistiker Volker Kerstings das vergangene Jahr der Familienhebammen.

"Wir unterstützen die Richtigen"

Mit einem positiven Ergebnis, wie alle Beteiligten finden: „Wir haben genau diejenigen mit unserer Arbeit erreicht, die wir erreichen wollten“, freut sich die Teamleiterin. Der Schlüssel zum Erfolg besteht hierbei aus der engagierten Arbeit des Hebammenteams, die im Laufe der Jahre ein großzügiges Netzwerk geschaffen haben. Sie halten Kontakt zum Kommunalen Sozialen Dienst (KSD) , Kinderärzten, Krankenhäusern, Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen und auch zu freien Hebammen und bieten den Hilfesuchenden somit die bestmögliche Hilfestellung an.
Und auch die Bilanz der betreuten Frauen kann sich sehen lassen: Rund 100 Frauen und ihre Babys wurden in 2012 von den Familienhebammen betreut. Etwa die Hälfte dieser Frauen stammen aus sozial schwachen Kreisen, 30 Prozent haben keinen Schulabschluss erworben und weitere 50 Prozent sind nicht in Deutschland geboren. „Leider sind 34 Prozent der Frauen die zu uns kommen alleinerziehend. Diese Mütter benötigen dann besonders Hilfe, doch dafür sind wir ja da“, so Jaque-Rodney.
Die Teamleiterin ist insgesamt zufrieden mit der Jahresbilanz und der Arbeit ihres vierköpfigen Teams: „Wir unterstützen die Richten, das ist mir besonders wichtig.“

HINTERGRUND:

- Das Familienhebammen-Projekt wird durch die Bundesinitiative „Frühe Hilfen“ gefördert.
- Das Team besteht aus vier Hebammen, verteilt auf zwei Vollzeitstellen, die insgesamt 100 Frauen in 2012 betreuten.
- Alle zwei Wochen bietet Jennifer Jaque-Rodney eine englischsprachige Sprechstunde in den Büroräumen an.
- Weiterführende Informationen gibt es im Familienhebammenladen an der Wallstraße 5, oder telefonisch unter Tel. 4551500, per E-Mail an: jennifer.jaque-rodney@muelheim-ruhr.de oder im Internet
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