Glyphosat: Endspurt der Volksinitiative

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Glyphosat ist ein Unkrautvernichtungsmittel, das von Bauern auf 40% der Felder Europas gesprüht wird. Es tötet jede Pflanze, die nicht gentechnisch gegen das Mittel immun gemacht wurde. Die Nahrungsmittel, die auf solchen Feldern wachsen, nehmen diese Substanz in sich auf, die somit auch in den menschlichen Körper gelangt. Glyphosat findet sich mittlerweile im Urin von 70% der Menschen in Europa. [1]

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte bereits 2015 Glyphosat als" wahrscheinlich krebserregend" eingestuft. [2] Damit dürfte diese Chemikalie in der EU nicht verwendet werden - eigentlich.

Da die Firma Monsanto nämlich mit dem Mittel Milliarden-Geschäfte macht (die verkaufen neben Glyphosat auch die resistenten Pflanzen), setzt der Konzern die EU unter Druck, das Mittel trotz der gesundheitlichen Bedenken zuzulassen. Die Behörden haben sich bislang auf Untersuchungen verlassen, die von Monsanto selber durchgeführt worden waren. Das Ergebnis lautete natürlich: "unbedenklich". Doch diese Ergebnisse scheinen manipuliert gewesen zu sein. Auch an der Kurskorrektur der WHO Anfang 2017, Glyphosat sei nun doch nicht krebserregend, gibt es starke Zweifel. Denn Monsanto hatte vor wenigen Jahren hohe Geldbeträge an eine Institution gespendet, an der hochrangige Mitglieder des Gremiums beteiligt sind. [3]

Unabhängige Untersuchungen zeigen nun zunehmend, dass das Mittel noch viel gesundheitsgefährdender ist, als bisher angenommen. [4] Trotzdem will die EU Glyphosat für weitere 10 Jahre zulassen.

Verbraucherschutz- und Umwelt-Organisationen sowie fast hundert Wissenschaftler laufen Sturm und haben eine Europäische Bürgerinitiative (EBI) gestartet, das Mittel zu verbieten. Dieser fehlen EU-weit nur noch 73.000 Stimmen, um Gehör zu finden. Wer noch mitmachen möchte, muss sich allerdings beeilen: Zeit dafür sind jedoch nur noch wenige Tage, denn Mitte Juni soll über die weitere Zulassung entschieden werden.



Erklärvideos:
1. "Die Glyphosatlüge"
2. Beitrag des BR Fernsehen Wie gefährlich ist Glyphosat wirklich?
3. Beitrag der ARD Industrie beeinflusst Glyphosat-Studien
4. Beitrag von Campact - Glyphosat - der Kampf um die Wahrheit
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1 Kommentar
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Florian Marbach aus Oberhausen | 08.06.2017 | 09:32  
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