Auch in Oberhausen – so viel Verpackungsmüll wie nie

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Blaue Tonnen auf dem WBO-Betriebshof - für Papier, Karton

Deutschlandweit nimmt der Verpackungsmüll, vor allem Leichtverpackungsmaterialien sowie Papier und Karton, weiter zu. So ist es auch in Oberhausen. In den vergangenen Jahren sind die Mengen deutlich gestiegen, wie die Wirtschaftsbetriebe Oberhausen feststellten. Das sind die Abfälle, die, wenn sie richtig entsorgt werden, in der Gelben oder Blauen Tonne landen sollten.

Zahlen steigen stetig

2006 waren es laut WBO-Statistik noch 4.848 Tonnen Leichtverpackungsmaterialen und 12.404 Tonnen Altpapier – im Jahr 2014 dann 5.562 Tonnen Leichtverpackungen und 13.157 Tonnen Altpapier. „Die Jahresstatistiken zeigen, dass sich die Zahlen insgesamt gesehen stetig nach oben entwickelt haben“, bilanziert WBO-Geschäftsführerin Maria Guthoff. „Dass es immer mehr Verpackungsmüll gibt, macht sich also auch in unserer Stadt bemerkbar.“ WBO-Geschäftsführer Karsten Woidtke ergänzt: „Den größten Anteil an Verpackungsabfällen nehmen dabei mit Abstand Papier und Pappe ein. Beim Altglas beobachten wir dagegen einen leicht rückläufigen Trend.“

Die Gründe

Der Hauptgrund für diese Entwicklung ist der Boom des Internethandels, der seine Waren in Kartons, Plastikfolien und mit Füllmaterialien verpackt liefert. Dazu kommt ein geändertes Konsumverhalten. Viele Nahrungsmittel und Getränke werden inzwischen unterwegs verzerrt wie der Coffee to Go. Nach Angaben des Bundesumweltministeriums gab es 2013 in Deutschland ein Pro-Kopf-Aufkommen an Verpackungsmüll in Höhe von fast 213 Kilo. Ein neuer Negativrekord und der höchste Wert in der Europäischen Union. „Sollten Sie auch gerne unterwegs ein Getränk oder eine kleine Mahlzeit zu sich nehmen, denken Sie bitte daran, den Müll nicht einfach in der Natur, sondern in Abfallbehältern zu entsorgen“, bittet Karsten Woidtke.

Viele unnütze Verpackungen

Auch beim Einkaufen entdeckt man immer wieder unnütze Verpackungen. „Warum muss eine Kaffeekapsel drei Mal verpackt sein, ein Teebeutel in Plastik gehüllt sein, obwohl er in einer Schachtel steckt, oder eine Salatgurke eine Folie haben?“, fragt sich Maria Guthoff. „Ende November (21.-29.11.) findet übrigens die europäische Woche der Abfallvermeidung statt – eine gute Gelegenheit, die Entwicklung beim Verpackungsmüll mal in Frage zu stellen.“
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