Die Biotonne an heißen Tagen – Hilfe, es stinkt

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Biotonnen auf dem WBO-Betriebshof

WBO gibt Tipps zur Vermeidung unangenehmer Gerüche


An den heißen Tagen im Hochsommer sind es die Biotonnen, die nicht nur am Leerungstag durch unangenehme Gerüche auffallen. Die Wirtschaftsbetriebe Oberhausen geben im Folgenden sechs Tipps, wie jede und jeder durch ganz einfache Schritte dazu beitragen kann, dass die Biotonne auch bei mehr als 30 Grad nicht stinkt. „Wer sich danach richtet, kommt mit der Biotonne problemlos durch jeden Sommer, mag er noch so heiß sein“, unterstreicht WBO-Geschäftsführerin Maria Guthoff.

1. Schattigen Tonnen-Platz wählen.
Die Bio-, aber auch die Restmülltonne sollten im Sommer nicht der prallen Sonne ausgesetzt sein. Suchen Sie ein schattiges Plätzchen für Ihre Tonnen. Ansonsten heizt die Biotonne von innen so auf, dass es im gesamten Behälter zu gären beginnt und Faulgase – also quasi kleine Stinkbomben – entstehen.

2. Feuchten Bioabfall gut in Zeitungspapier einwickeln.
Obst- und Gemüsereste, Kaffeefilter, Teebeutel und andere feuchte Bioabfälle sollten sofort in Zeitungspapier verpackt werden, bevor sie in die Tonne wandern. So wird die Flüssigkeit sofort aufgesaugt und gebunden.

3. Feuchten Rasenschnitt erst antrocknen lassen.
Frische Rasenabfälle verkleben schnell und entwickeln Hitze. Sie bilden dann einen wunderbaren Nährboden für Bakterien und Schimmel. Deshalb: Erst antrocknen lassen und dann in die Biotonne geben!

4. Bioabfall grundsätzlich nicht lose in die Biotonne geben.
Sollten Sie einen Sortiereimer direkt in der Küche haben, um nicht für jedes Teil nach draußen laufen zu müssen, leeren Sie ihn möglichst alle zwei bis drei Tage und schlagen Sie ihn ruhig komplett mit Zeitungspapier aus. Alternativ können Sie im Handel Papiertüten kaufen oder Mais- bzw. Kartoffelstärkesäcke. Wichtig ist, dass diese Beutel als kompostierbar gekennzeichnet sind und den Normen EN 13432 oder DIN V 54900 entsprechen. Auf keinen Fall dürfen Plastiktüten oder übliche Müllbeutel verwendet werden, weil sie den Kompostierungsprozess stören. Geht Biomüll unverpackt in die Biotonne, entsteht am Boden Flüssigkeit, die zu gären und damit zu stinken beginnt. Das kann auch passieren, wenn organische Abfälle in die Tonne gepresst werden. Vorsichtshalber sollte auch der Boden der Biotonne mit Zeitungspapier ausgelegt werden.

5. Biotonne nach der Leerung austrocknen lassen.
Bevor neuer Abfall in die Tonne geht, sollte diese richtig austrocknen können, um die Gefahren der Faulgas-Bildung zu minimieren. Hier und da sollte die leere Tonne mit einem Schlauch ausgespritzt werden und danach gut austrocknen.

6. Deckelrand mit Essig abwischen.
Der Ort zwischen Deckel und Behälterrand zieht gerne Fliegen und andere Insekten an. Durch das regelmäßige Auswaschen mit verdünntem Essig verhindern Sie, dass Fliegen dort ihre Eier ablegen und sich dort Maden bilden. Maden sind zwar ungefährlich, trotzdem möchte man sie eher nicht in der Tonne haben. Auch deshalb sollten organische Abfälle verpackt in die Biotonne geworfen werden. Sollten trotzdem mal Maden auftreten, hilft es, die Tonne mit Branntkalk oder Gesteinsmehl einzustreuen, da so den Maden das Wasser entzogen wird. Bitte unbedingt auf Desinfektionsmittel verzichten – diese schaden dem Biomüll.
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