Pfauen, Uhus und Störche im Wattenscheider Vogelpark

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Das Nest ist gerichtet: Im Wattenscheider Stadtgarten hält der Frühling Einzug.
 
Forstbetriebsleiter Gerald Sell, Stadtförster Martin Erben und Tierpfleger Sascha Scharnberg (v. l.) haben das Wohl der verschiedenen Vogelarten im Blick.

Im Jahr 2011 stand der Erhalt des Wattenscheider Vogelparks noch auf der Kippe. Dank des großen Bürgerengagements konnten jedoch Mittel zum Erhalt des Zuhauses vieler Vogelarten den Fortbestand sichern.

"Klar war, dass die in die Jahre gekommene Anlage nicht in der vorherigen Größe bestehen bleiben konnte. Basierend auf der Änderung im EU-Recht wurde ein neues Konzept erstellt", erläutert Forstbetriebsleiter Gerald Sell den Wandel des Vogelparks. Das klare Ziel ist es, heimischen Vogelarten einen Raum zu geben, in dem sie artgerecht leben können und von geschultem Personal versorgt werden.
"Der Fokus liegt heute auf der Erhaltung alter Haustierrassen, wie beispielsweise den Bronzeputen oder den Sulmtaler Hühnern", so Sell. Der Neugestaltungsprozess wurde von 2010 bis 2014 umgesetzt.

Artgerechte Haltung für heimische Rassen


Insgesamt leben 50 Vögel in den Wattenscheider Volieren, darunter zwei Störche, fünf Uhus, neun Säbelschnäbler, drei Kolbenenten, zwei Bronzeputen, zwei Königsfasane, drei Moschusenten, zwei Pfauen, sieben Sulmtaler Hühner, sieben Ramelsloher Hühner und acht Tauben. Die zwei bei der Wattenscheider Bevölkerung sehr beliebten Kolkraben fielen leider einem Marder zum Opfer. "Leider haben wir auch oft mit der gut gemeinten, aber falschen und gefährlichen Fütterung durch die Besucher zu kämpfen. Daher bitten wir darum, dass den Tieren während eines Besuches keine gut gemeinten Essensreste oder sonstige Lebensmittel in die Voliere geworfen werden. Da der Vogelpark rund um die Uhr für die Öffentlichkeit zugänglich ist, haben wir leider gerade in den Nachtstunden mit Vandalismus zu kämpfen", so Sell.
Der Vogelpark wird täglich von Tierpfleger Sascha Scharnberg betreut: "Ich bin für die Fütterung der Tiere und die Reinigung der Volieren zuständig. Außerdem liegt meine Aufgabe in der Beobachtung der Tiere. Zum einen wird so gewährleistet, dass wir Erkrankungen zeitnah erkennen, zum anderen ist es so möglich, eine Beziehung zu den Tieren aufzubauen."


Nachwuchs lässt auf sich warten


Momentan legt Sascha Scharnberg ein besonderes Augenmerk auf die Störche. 2014 übernahm der Vogelpark ein weibliches Jungtier aus dem Bochumer Tierpark. Gemeinsam mit dem bereits vorhandenen Storch lebt die Storchendame nun auf einer Fläche von fast 1.000 Quadratmetern. "Seit ungefähr fünf Wochen kann unser Storchenweibchen wieder fliegen und baut gemeinsam mit unserem Storchenmännchen ein Nest. Ihr wurden aufgrund der offenen Haltung im Tierpark die Handschwingen gestutzt. Dies ist kein schmerzhafter Eingriff. Nach der letzten Mauser sind diese nun soweit nachgewachsen, dass das Fliegen wieder möglich ist." Auch wenn das Nest nun fast fertig ist, rechnet der Tierpfleger noch nicht mit Nachwuchs: "Bisher haben wir noch keine Paarung beobachtet. Da unser Storchenweibchen erst zwei Jahre alt ist und die Tiere in der Regel erst mit vier bis fünf Jahren geschlechtsreif werden, kann es mit einem Storchenküken noch eine Weile dauern." Sascha Scharnberg versorgt die Tiere täglich. So hat sich ein besonderes Vertrauensverhältnis entwickelt.
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