Europa besucht den Dierstfordter Wald

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Projektpartner und Förderer von links: Thomas Traill (BSKW), Andrea Nickel (RVR), Wilhelm Itjeshorst, Klaus Kretschmer (BSKW), Heinz Herrmann Verholte (RVR), Inge Michels (NRW-Stiftung), Lars Borrass (Monitoring-Team, EU), Saida Feresin (EU), Peter Keller (Bez.-Reg.), Halina Hojka (BSKW), Georg Keggenhoff (Land NRW), Heinrich Hansmann (Bez.-Reg.), Michael Herbrecht, Martin Volmering, Manfred Wegener-van-Haaren, Sabrina Fischer (RFoa), Bernd Finke, Tobias Dohle (Kreis Wesel), Johanna Siewers (BSKW).

Life+-Projekt der Biologischen Station wurde geprüft

Vor vier Jahren bekam der Naturschutz in den Wäldern um Wesel einen neuen Namen: „Bodensaure Eichenwälder mit Mooren und Heiden“ heißt das Großprojekt, das unter Leitung der Biologischen Station im Kreis Wesel (BSKW) Anfang 2012 aus der Taufe gehoben wurde. Von Beginn an waren das Regionalforstamt Niederrhein (RFoA), der Regionalverband Ruhr/Ruhr-Grün (RVR) und die NRW-Stiftung dabei ihre Partner.

Alte, lichte Eichenwälder auf saurem Sandboden bieten vielen seltenen Arten eine Heimat, etwa dem Baumpieper und dem Hirschkäfer. In den eingestreuten Mooren und Heiden gedeihen Glockenheide und Sonnentau, laichen Moorfrösche, brüten Zwergtaucher und schlüpfen seltene Libellen. Solche Wälder sind europaweit hoch gefährdet. Auch deshalb fördert neben dem Land NRW, dem Kreis Wesel und den Stadtwerken Wesel besonders die EU das Projekt. Insgesamt stehen den Partnern über 3,2 Millionen Euro für den Schutz der Eichenwälder zur Verfügung.

Zur Monatsmitte saßen die Geldgeber nun über zwei Tage hinweg in der Biologischen Station mit den Projektpartnern zusammen, um sich des sinnvollen Einsatzes der Mittel zu vergewissern. Ausgaben wurden geprüft und der Stand sämtlicher Maßnahmen besprochen. Nach bestandener Prüfung konnten die Projektpartner ihren Förderern bei einem Ausflug in den Diersfordter Wald einige Ergebnisse ihrer Arbeit in natura zeigen.

So sind zwischen Flüren und Diersfordt gruppenweise Eichen in eintönige Nadelwälder gepflanzt worden. Der weiße Verbissschutz der Jungbäume lässt schon im Vorbeifahren das Ausmaß der Pflanzung erahnen. Im nahe gelegenen Großen Veen ist nach Schließung alter Gräben das Wasser so weit gestiegen, dass trocken gefallene Bereiche wieder „nasse Füße“ bekommen haben. Aufkommende Gehölze wurden hier gezielt entfernt. So wird eine schrumpfende Binsensteppe in ein Heidemoor verwandelt. Auf abgeschobenen Flächen konnten hier aufkommende Heidepflanzen bewundert werden. Aus einem benachbarten trockenen Baumbestand ist ein Moorwald geworden. Der Wasserhaushalt des gesamten Gebietes hat sich wieder zum Nassen hin verschoben.

Die Biologische Station im Kreis Wesel und ihre Partner blicken mit Zuversicht in die nächste Phase ihrer gemeinsamen Naturschutzarbeit.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf unserer Internetseite:

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