Die Jahreshauptversammlung der Deutschen Verkehrswacht spricht sich dafür aus, den für Radfahrer bestehenden Grenzwert der absoluten Fahruntüchtigkeit auf den für Kraftfahrzeugführer von 1,1 Promille Blutalkoholkonzentration (BAK) im Straßenverkehrsrecht herabzusetzen.
Derzeit liegt die Grenze für Radfahrer bei 1,6 Promille BAK. Dieser Forderung schließt sich auch die Kreis-Verkehrswacht Wesel an. "Der bisherige Grenzwert von 1,6 Promille BAK wird der Verkehrssituation nicht mehr gerecht und ist über 20 Jahre alt", so Vorsitzender Peter Steinhoff.
"Betrunkene Fahrradfahrer gefährden sich selbst, weil sie nicht mehr in der Lage sind, das Gleichgewicht zu halten und Entfernungen und Geschwindigkeiten anderer Verkehrsteilnehmer richtig einzuschätzen. Sie stellen aber auch eine Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer dar, denn mit ordentlich Alkohol im Blut kann man das Verkehrsgeschehen nicht mehr richtig beurteilen."
Zudem plädiert die Verkehrswacht dafür, dass künftig ein Ordnungswidrigkeitstatbestand für Radfahrer eingeführt wird, der das alkoholisierte Fahren eines Fahrrads ab einer medizinisch zu begründenden Blutalkoholkonzentration verbietet.
Bisher ist das Fahren eines Fahrrads ab 1,6 Promille eine Straftat, eine vor geschaltete Ordnungswidrigkeit gibt es nicht. Die Zahl alkoholisierter Fahrradfahrer, die durch einen Verkehrsunfall zu Schaden gekommen sind, hat erheblich zugenommen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes trugen im Jahr 2010 in 3489 Fällen alkoholisierte Radfahrer die Hauptschuld an Unfällen mit Personenschaden. 2011 waren es bereits 3725 Fälle.
Wer soll das alles kontrollieren. Steht dann vor jedem Biergarten eine Polizeistreife? Trunkenheit im Straßenverkehr stellt natürlich eine große Gefahr dar, der richtige Umgang mit Alkohol ist hier gefragt.
Weil: Hat schon irgendwann einmal ein beschwipster Radfahrer einen anderen Verkehrsteilnehmer totgefahren? Wenn man sich selbst gefährdet, gut und schön (oder auch nicht) - aber die Relation stimmt nicht so ganz, wie ich finde. Nicht falsch verstehen: Alkohol am Steuer geht gar nicht. Aber als Radfahrer?? Wenn man das weiterdenkt, müssten ansonsten auch betrunkene Fußgänger mit Promille-Grenzen belegt werden bzw. dem "Verkehr" fern bleiben. Sie gefährden sich ja auch selbst :-)
Ja, ich auch! Und ich werde bereitwillig (wenn auch zerknirscht) zahlen, wenn mich demnächst eine Polizeistreife anhält und mir'n Fuffi abknöpft, weil ich mit 2 Promille Schlangenlinien gefahren bin.
Zu diesem Thema steigen in letzter Zeit sehr viele Versuchsballons auf. Die alte Regelung ist 20 Jahre alt, da muss was neues her? Ran an die Fahrradfahrer? Hmm! Hoffentlich hält unser Bundesverkehrsminister diesmal wenigstens all seine Bauklötze beisammen.
Wann ist es soweit, dass alkoholisierte Fußgänger vor sich selbst geschützt werden müssen. Helmpflicht, Zahnschutz und Knieschützer werden Pflicht nach Kneipen- oder Bierzeltbesuchen! Das sieht scheiße aus, schützt aber! Hilft das nicht, runter auf 1 Promille für Fußgänger. Sind sie drüber = Laufverbot! (da durfte man früher noch Auto fahren)
Da bleibt nur noch eins, die "blaue Taste" (die gibt es bis dahin) am Handy drücken und sich orten und abholen lassen. Umgebaute Leichenwagen könnten dann bis zu 4 Zechbrüder aufnehmen und über eine Rutsche in einen warmen Ausnüchterungsraum kippen, wo sie automatisch sortiert und über Förderbänder zu ihren Schlafplätzen transportiert werden.
Für solche Fälle wird man sich bis dahin versichern können um nicht auf den Kosten sitzen zu bleiben, die man früher nicht hatte. Versicherungsagenturen wird es freuen.
Regeln Sie uns Herr Bundesverkehrsminister. Es gibt viel zu tun und lassen Sie die Finger da weg!
Damit es später nicht heißt: "Wisst Ihr noch wie schön es damals war, als es noch Volksfeste, Schützenfeste, Familien- und Nachbarschaftsfeiern, Musikveranstaltungen, Kneipen und, und, und gab......"
Kein Feiern, kein Singen, kein Schunkeln mehr, dafür Regelungen. Aus die Maus!
Ich frage mich nur, wie dieses Thema wieder "hochgeholt" wurde? Manchmal gehen Themen in der "Versenkung" unter und plötzlich tauchen "diese" wieder auf.
Wilfried, nur damit ich richtig verstanden werde, die "heiße Luft die wandert" hat überhaupt nichts mit Dir und Deinem Wanderurlaub zu tun! Ich meine da heiße Luft aus Politik, Verbänden, Vereinigungen usw.......
ACHTUNG Der Fukushima-Ticker im Lokalkompass wird ab 10.15 Uhr (18. März) in einem neuen Beitrag fortgeführt. Sie finden den neuen Portal-Ticker hier.
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