FOREVER YOUNG?

Heute ist es viel schwerer jung zu sein, als früher. Junge Menschen sind weder dümmer, fauler oder oberflächlicher als „früher“. Im Gegenteil, sie wollen nur ernst genommen werden, auch wenn ihre Marke „Ich“ sich mit den aktuellen Trends ändern sollte. (- z.B Mode, Musik, Attitüde, Provokation usw) Denn jeder Mensch sucht nach der Identität, die zu ihm „passt“
Nur die „echte Rebellion“ wird leider immer schwerer, weil es vordergründig keine „Tabus“ mehr gibt und „inhaltliche Auseinandersetzungen“ dem angeblichen Sachzwang unterworfen sind. und somit als indiskutabel verworfen werden (z.B. Mindestlohn usw ) Manchmal könnte man das Gefühl haben, dass die ( vermeintlich) überstanden Stasi-Methoden wieder fröhliche Urstände in unserer Arbeitswelt feiern. Denn die meisten Mitarbeiter benehmen sich so wie die „Drei Affen“. Denn schon die banalsten Anlässe ziehen Abmahnungen nach sich. Da kann man sich nur über jeden „Tabu-Brecher“ freuen, der den Mund aufreißt!
In Zeiten universeller (Selbst) Täuschungen ist es immer revolutionär, wenn da einer unbequeme Wahrheiten ausspricht.
Aber diese angeblichen „Sachzwänge“ (eine subtile Art von „Nekrophilie“) kommen vermutlich am besten ohne den Menschen aus. Dabei darf natürlich jeder alles sagen, was er will (wie hier im Blog), aber es hat genauso wenig Konsequenz, als würde ein Hund den Mond anbellen.
Um diesen Zustand ertragen zu können, flüchtet so mancher in die Selbstinszenierung oder in die „heile Welt“. Und er sehnt sich dabei nach der Authentizität und der „Liebe“. Und wenn es nur die Liebe zum Haustier ist. Wer aber keine Antwort erhält, wird sich am Ende kaum noch selber „lieben“ können, ob er nun Pickel hat oder nicht.
Auf der anderen Seite müsste die Welt über Nacht grausam verändert werden, wenn jeder Mensch seine Wünsche und Theorien ausleben könnte.
So bleibt uns (ob nun „pubertär“ oder nicht) nur weiterhin dieser Weg von dem „Nicht mehr…“ zu dem „Noch nicht…“ Und da sich alle Generationen auf diesem Weg treffen werden, sollte der „verkommene“ Begriff Solidarität neu belebt werden, damit unsere Demokratie wieder etwas „lebendiger“ wird.
Vielleicht fiele uns dann dieses „Leben“ leichter, wenn wir mehr als nur ein Leben hätten. Aber diesen „frommen Wunsch“ haben nur noch die Fanatiker. Und wohin das führt, sehen wir jeden Abend im TV.

Autor:

Dr. Mathias Knoll aus Arnsberg

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