Besorgte Mutter

Er aber schlich sich weg und weinte bitterlich.
Solange die Eltern noch leben, hat man das Gefühl unsterblich zu sein.
Die Eltern bewachen unsere Vergangenheit und beobachten unsere Zukunft. Und plötzlich sind sie weg...
Da muss man aufpassen, dass sie nicht unsere Erinnerungen mit sich fort nehmen. Man hat das Gefühl nach ihrem Tod allein dazustehen.

So eben organisierte die Mutter noch den Terminkalender ihres Mannes.
Und trotzdem hatte sie keine Angst davor eine schlechte Mutter zu sein. Eine „Glucke“ wäre die Mutter gern gewesen- rein theoretisch, wegen der „Leute“.
Dabei „schmiss“ sie ihren Haushalt wie ein Kleinunternehmen, locker aus dem Handgelenk.
Denn jeden Tag hinterläßt ihre „Bagage“, die Kinder und der Ehemann, ihren „Dreck“. Und die Mutter hatte ein sehr erotisches Verhältnis zum Wischlappen.
Auch wenn sie sich am Herd langweilte – um 1Uhr, pünklich, war der Mittagstisch gedeckt.
Aber die Mutter erwartete nie, daß es uns nicht schmecken könnte. Das war so: Anerkennung fand sie nie!
Aber sie war sehr verlässlich.
Der „Chef“ des Ganzen war der Vater- und dann kamen erst mal die Kinder. Und sollten die Kinder aufmüpfig werden, machte die Mutter diese „Kritik“ misstrauisch, seitdem sie ihre „Karriere“ für die Familie aufgegeben hatte.
Wenn sich die Mutter persönlich angegriffen fühlte, verengte sich ihr Blick –dann hatte sie zwei Gesichter und viele Talente
Die Mutter wusste, was sie wollte.

Autor:

Dr. Mathias Knoll aus Arnsberg

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