Arnsberg
Die Aktion "Klosterbrücke zur Seebrücke machen" ist gestartet

Die Klosterbrücke soll zur Seebrücke gemacht werden. Ziel ist eine menschengerechtere Geflüchtetenpolitik in der Europäischen Union.
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  • Die Klosterbrücke soll zur Seebrücke gemacht werden. Ziel ist eine menschengerechtere Geflüchtetenpolitik in der Europäischen Union.
  • Foto: Seebrücke Hochsauerland/Caritasverband Arnsberg- Sundern
  • hochgeladen von Tobias Weskamp

Am vergangen Freitag haben Vertreter*innen der Seebrücke Hochsauerland, des Caritasverbandes Arnsberg-Sundern und die Pfadfinder des Stammes Liebfrauen die Aktion „Klosterbrücke zur Seebrücke machen – für eine menschengerechtere Geflüchtetenpolitik in der Europäischen Union“ gestartet. Die Aktion geht bis zum Sonntag, 4. Oktober.

Die Bürger*innen sind aufgerufen, ein orangenes Stück Stoff an der Klosterbrücke anzubringen und sich damit der Solidaritätsaktion anzuschließen. Orange ist die Farbe der Rettungswesten und damit die Farbe der Seenotrettung, die insbesondere im Mittelmeer verhindern möchte, dass Geflüchtete auf diesem gefährlichen Fluchtweg ertrinken.

„Mensch bleibt Mensch“

"Wir sehen es als ein grundlegendes Recht an, Menschen zu helfen, welche in Not geraten sind. Ebenfalls ist es unser persönliches und christliches Leitbild weshalb wir, als Mitarbeiterinnen des Caritasverbandes, dies als unseren Auftrag sehen, Menschen in Not zu helfen, ganz gleich welche Herkunft sie haben. Ganz besonders liegen uns die vielen Kinder am Herzen, welche der Situation hilflos ausgeliefert sind“, so Lea Spiller.
Bei der Auftaktveranstaltung schilderte Jörg Rostek von der Seebrücke Hochsauerland die Zustände im abgebrannten Geflüchtetenlager Moria auf der griechischen Insel Lesbos. Er kritisierte die Aufnahmepolitik der Bundesregierung angesichts der von deutschen Städten signalisierten Hilfsbereitschaft als "absolut unzureichend". Bereits 183 Städte haben sich mittlerweile als „sicheren Hafen“ angeboten, um mehr Geflüchteten Schutz zu bieten. Geflüchtete zur Abschreckung unter menschenunwürdigen Bedingungen in Lager zu stecken, bezeichnete Rostek als rücksichtslos und niederträchtig.
"Ein Mensch hat immer das Recht, wie ein Mensch behandelt zu werden. Egal ob dieser Mensch in Dortmund geboren wurde oder in Damaskus. Ob in Chemnitz oder in Caracas. Ob in Arnsberg oder in der afghanischen Stadt Kabul. Mensch bleibt Mensch und Recht bleibt Recht" rief Rostek den Zuhörer*innen entgegen.

Erfolgreicher Aktionsstart

Über 60 Arnsberger*innen waren zu den nahe gelegenen Ruhrterrassen gekommen. Viele hatten orangenen Stoff mitgebracht. Die Organisatoren*innen haben viele interessante Gespräche mit Besucher*innen und Interessierten über die Aktion, die Seenotrettung und das interkulturelle Zusammenleben geführt.
An der Klosterbrücke wurde die Bildergalerie "Flüchtlingslager Samos" angebracht. Die Fotos von Eva Hagedorny können täglich von 9-16 Uhr betrachtet werden. Die Bilder zeigen die katastrophalen Zustände in denen die Geflüchteten leben müssen. Das Lager ist mehr als überfüllt. Dort leben nicht, wie vorgesehen, 650 sondern 5300 Menschen.
"Wir hoffen, dass die Klosterbrücke bis zum 04. Oktober in einem leuchtenden Orange erstrahlt und sind uns sicher, dass sich die Arnsberger offen, tolerant und hilfsbereit zeigen“, so Eva Hagedorny und Lea Spiller.

Weitere Infos gibt es auf der Seite des Caritasverbandes und der Seebrücke Hochsauerland oder unter Tel. 0172/5868364.

Die Klosterbrücke soll zur Seebrücke gemacht werden. Ziel ist eine menschengerechtere Geflüchtetenpolitik in der Europäischen Union.
Autor:

Tobias Weskamp aus Dortmund-Ost

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