Judoadler landen auf Rang fünf. Das Frauen-Bundesligateam der Bottroper fährt zum Saisonabschluss drei Zähler ein. Mit etwas mehr Glück wäre auch Platz vier drin gewesen

Am letzten Kampftag der 2. Bundesliga wollten die weiblichen Judoadler vor heimischem Publikum noch einmal zeigen, was in ihnen steckt. Zu Gast waren die Mannschaft des Absteigers VFL Stade sowie der Osnabrücker TB.
Erster Gegner war der VFL Stade. Sina Limberg (-63 kg), Kirsten Schophuis (-78 kg), Nina Skala (+78 kg) und Joana Euwens (-57 kg) erkämpften die vier Siegpunkte. Helena Sträter (-70 kg) erreichte immerhin ein Unentschieden, während Jana Neumann im Leichtgewicht gegen ihre starke polnische Gegnerin Justyna Kojro bereits nach kurzer Kampfzeit unterlag. Maureen Siegmann (-52 kg) leistete ihrer Kontrahentin zwei Minuten erbitterte Gegenwehr, musste sich letztlich nach Yuko-Führung aber vorzeitig geschlagen geben.
Im zweiten Durchgang bekamen die Judoadler es mit dem Osnabrücker TB zu tun. Sina Limberg (-63 kg) siegte erneut souverän. Julia Hangebrauck setzte sich -78 kg schon nach einer knappen Minute mit einem schönen Te-guruma durch und verdiente sich damit ein Sonderlob von Trainer Ulf Herrmanns: „Julia hat mich heute voll überzeugt. Sie hat das umgesetzt, was wir vorher im Training geübt haben.“
Auch Maureen Siegmann (-48 kg) konnte überzeugen und lag am Ende mit Waza-ari vorne. Nach dieser 3:0-Führung schien der Sieg zum Greifen nahe, doch es sollte anders kommen: Nachwuchsathletin Julia Wittig (-52 kg) war gegen die Niederländerin Nelleke Walgers trotz tapferer Gegenwehr letztlich chancenlos und auch Schwergewichtlerin Andrea Berghaus musste die Überlegenheit ihrer Gegnerin anerkennen. Damit waren die Niedersachsen bis auf einen Zähler herangekommen. Leistungsträgerin Joana Euwens (-57 kg) hätte dann den Sack zumachen können, doch sie kämpfte nur Unentschieden.
Somit musste die Entscheidung in der letzten Begegnung fallen. Hier betrat auf Bottroper Seite Madeleine Fornahl die Matte. Der Kampf verlief sehr ausgeglichen, aber weil ihre Widersacherin etwas aktiver agierte, musste Fornahl zwei Bestrafungen hinnehmen, davon eine 14 Sekunden vor dem Kampfende. Das bedeutete den Sieg für die Osnabrückerin und einen Endstand von 3:3.
Trainer Ulf Herrmanns war danach der Ärger über den verpassten Sieg deutlich anzumerken: „Gegen Osnabrück hätte wir normalerweise gewinnen müssen. Dann wären wir insgesamt Vierter und nicht Fünfter geworden.“ Aufgrund der besseren Unterbewertung schob sich stattdessen Osnabrück auf Rang vier. Trotz dieses Wehrmutstropfens zeigte sich Herrmanns jedoch keineswegs unzufrieden mit der Vorstellung seiner Schützlinge: „Die Mädels haben alle einen starken Eindruck hinterlassen. Letztlich hat uns einfach das nötige Quäntchen Glück gefehlt, um gegen Osnabrück zu gewinnen.“
In der kommenden Saison soll so etwas den Judoadlern nicht mehr passieren. „Wir werden die Mannschaft weiter verstärken und peilen eine Platzierung im vorderen Tabellendrittel an“, betont Herrmanns. Bleiben die Bottroperinnen von Verletzungen verschont, ist ihnen das auch in jedem Fall zuzutrauen.

Autor:

Jan Hangebrauck aus Bottrop

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