Ausstellung des Mitgefühls

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Die Briefe, die jemand erhält, der sich unvermittelt in einem türkischen Gefängnis wiederfindet, sind für ihn "das Fenster zum Leben".

Dieses Hochsicherheitsgefängnis, in das Mehmet Desde gebracht wurde, nachdem er den Leichnam seines Vaters in die Türkei überführt hatte, sollte zum Alptraum werden. Die Tatsache, dass er seine Rechte sehr wohl kannte, hat ihn nicht zur Ruhe kommen lassen - bis heute nicht. Das Unrecht, das ihm widerfuhr, bringt er mit dieser Wanderausstellung immer wieder ans Licht.

Amnesty International hat ihn dabei unterstützt. Auch diese Ausstellung wandert mithilfe zahlreicher Amnesty-Gruppen von Stadt zu Stadt. Die Geschichte seiner Verhaftung wird kurz umrissen, der wirkliche Mittelpunkt sind aber die Briefe und Karten der Menschen, die Anteil an seinem Schicksal genommen haben. Diese liebevoll gestalteten Texte verfehlen kaum ihre Wirkung.

So arbeitet Amnesty International bis zum heutigen Tag. Mit den 'Briefen gegen das Vergessen' werden längst zu den Akten gelegte Fälle wieder aufgegriffen und wie bei den 'Urgent Actions' eine erneute Prüfung, Hafterleichterung oder Entlassung gefordert.

Diese Ausstellung in der International English Library ist, anders als auf den Plakaten angegeben, nur noch bis zum 25.9.2015 zu sehen.

Autor:

Silvia Ropertz aus Düsseldorf

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