Besser surfen und telefonieren in Zügen ab 2018

So wie in dieser Animation im Kölner Hauptbahnhof könnte der RRX in wenigen Jahren fahren, mit von Siemens neu entwickelten Hochfrequenz-Fensterscheiben, die das mobile Telefonieren und Internet-Surfen in Zügen massiv verbessern.
  • So wie in dieser Animation im Kölner Hauptbahnhof könnte der RRX in wenigen Jahren fahren, mit von Siemens neu entwickelten Hochfrequenz-Fensterscheiben, die das mobile Telefonieren und Internet-Surfen in Zügen massiv verbessern.
  • Foto: Siemens
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Sehnsüchtig warten Millionen Pendler auf den „Rhein-Ruhr-Express“ (RRX). Ab Ende 2018 werden die ersten Züge mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 160 Kilometern pro Stunde im Großraum Rhein-Ruhr unterwegs sein. Im Berufsverkehr soll nach und nach der Viertelstundentakt erreicht werden. Als erster Zug überhaupt wird der Rhein-Ruhr-Express (RRX) mit den von Siemens-Forschern neu entwickelten Hochfrequenz-Fensterscheiben ausgerüstet. Durch diese Hightech-Innovation wird sich das mobile Telefonieren und Internet-Surfen in Zügen verbessern, was die Pendler in der Region Rhein-Ruhr von Ende 2018 an (RRX-Start) freuen dürfte, denn sie profitieren weltweit als Erste von dieser Innovation.

Wer im Zug im Internet surfen will, braucht oft viel Geduld. Die Erfolgsrate beim Aufbau von Internetseiten liegt selbst bei Hochgeschwindigkeitszügen je nach Netzanbieter gerade einmal bei 41 bis 65 Prozent. Ein Hindernis für guten Funkempfang stellen die Fensterscheiben der Züge dar, deren Beschichtung als Wärme- und Sonnenschutz dient. Allerdings wird nicht nur die Wärme- bzw. Sonnenstrahlung reflektiert, sondern auch alle sonstigen elektro-magnetischen Wellen. Den Forschern von Siemens ist es nun gelungen, das Problem durch eine frequenzselektive Beschichtung von Fensterscheiben zu lösen. Ihren ersten Einsatz in Deutschland werden die innovativen Zugscheiben im regulären Fahrgastbetrieb ab Ende 2018 im RRX haben.

„Die Fensterscheiben sind mit einer elektrisch leitenden, transparenten Schicht aus Metallen oder Metalloxiden versehen. Entlang von Linien in einer speziellen Struktur wird mittels Laser die metallische Beschichtung der Scheibe verdampft. Dadurch können Funksignale in bestimmten Frequenzbereichen ungehindert passieren, während Funksignale mit anderer Frequenz gedämpft werden. Der Empfangspegel für mobile Endgeräte im Zug verbessert sich damit massiv“, erklärt Lukas W. Mayer, Projektleiter bei Siemens, die Lösung. Bei bestehenden Wagen können die Scheiben jederzeit nachträglich eingebaut werden.

Autor:

Norbert Opfermann aus Düsseldorf

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