Ausstellung des Architekturmuseums im Opernhaus
Große Oper – viel Theater?

Andrea Jürges (Architekturmuseum), Prof. Dr. Dieter Vogel (Freundeskreis), OB Thomas Geisel, Kulturdezernent Hans-Georg Lohe, Alexandra Stampler-Brown (DOR), Yorck Förster (Architekturmuseum), Prof. Christoph Meyer (v.l.).
  • Andrea Jürges (Architekturmuseum), Prof. Dr. Dieter Vogel (Freundeskreis), OB Thomas Geisel, Kulturdezernent Hans-Georg Lohe, Alexandra Stampler-Brown (DOR), Yorck Förster (Architekturmuseum), Prof. Christoph Meyer (v.l.).
  • Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf/ Melanie Zanin
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Mit einer Ausstellung noch bis zum 14. Juli zu europäischen Bühnenbauten der jüngsten Vergangenheit und einem Begleitprogramm lädt die Deutsche Oper am Rhein (DOR) Bürger zur Beteiligung an der Neubau- bzw. Sanierungsdebatte über das Düsseldorfer Opernhaus ein.

Grundrisse, Fotografien und Basisfakten von elf Bauprojekten geben Orientierung und liefern Ideen zum Umgang mit den zahlreichen Herausforderungen an ein Opernhaus der Zukunft. Vorgestellt werden beispielsweise die Staatsoper Unter den Linden in Berlin, die Bühnen Köln, das Düsseldorfer Schauspielhaus, die Elbphilharmonie Hamburg, die Den Norske Opera & Ballett in Oslo und das Musiktheater am Volksgarten in Linz. Als konkrete Vergleichsgrößen dienen deren Gesamtflächen mit einer Aufteilung in ihre Funktionsbereiche, Baukosten (Stand 2017) sowie Projektlaufzeiten.

Die vom Deutschen Architekturmuseum (DAM) 2018 erstmals in Frankfurt präsentierte Ausstellung zeigt Beispiele für Sanierungen historischer Anlagen sowie Neubauten, die zum Teil auch als Stadtentwicklungsbausteine gewirkt haben. Ein Begleitprogramm zur Ausstellung führt Experten aus Politik, Architektur, Kultur und Wirtschaft zusammen und lädt die Bürger der Stadt zu Podiumsdiskussionen ein.

Oberbürgermeister Thomas Geisel: "Wir stehen in Düsseldorf vor einer wichtigen kulturpolitischen Entscheidung – soll die Oper saniert oder neu gebaut werden. Bei einer solch wichtigen Weichenstellung halte ich es für geboten, dass wir möglichst viele Perspektiven auf dieses Thema beleuchten. Dabei gilt es, die Zukunft des Musiktheaters genauso wie städtebauliche Konsequenzen für unsere Stadt im Blick zu behalten. Vor diesem Hintergrund begrüße ich es ausdrücklich, dass diese Ausstellung nicht nur in unserem Opernhaus gezeigt wird, sondern auch von öffentlichen Diskussionsforen begleitet wird."

Kulturdezernent Hans-Georg Lohe: "Es ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt, sich im Rahmen einer Ausstellung über die Sanierung von Theaterbauten und über Theaterneubauten der letzten Jahre zu informieren. Düsseldorf steht vor einer wichtigen kulturpolitischen Entscheidung: Welche Oper braucht Düsseldorf in Zukunft?"

Prof. Christoph Meyer, Generalintendant DOR: "Die Ausstellung zeigt sehr anschaulich, welche Lösungen für die zeitgemäßen Anforderungen an ein auch in der Zukunft für alle Besucherschichten attraktives Opernhaus gefunden werden können. Ein Opernhaus im Zentrum der Stadt, in dem Künste und das urbane Leben zusammentreffen können. Ein Haus, das sich schon durch seine Architektur den Menschen und der Gesellschaft öffnet. Die Oper der Zukunft als Ort der Partizipation und der Begegnung unterschiedlichster Disziplinen von Literatur, Wissenschaft, Kunst und digitalen Medien, die das Universum des Musiktheaters den Menschen vermittelt. Das Konzept 'Oper für alle' weitergedacht."

Alexandra Stampler-Brown, Geschäftsführende Direktorin der DOR: "Ich freue mich sehr, dass es möglich war, diese Ausstellung des Deutschen Architekturmuseums Frankfurt in das Düsseldorfer Opernhaus zu holen. Die dort vorgestellten Theaterbauten geben einen sehr anschaulichen Eindruck davon, was in den letzten Jahren technisch und visuell in den verschiedensten Städten umgesetzt wurde. So bekommt man ein objektives Bild davon, wo wir im nationalen und internationalen Vergleich mit unserem Haus derzeit stehen bzw. uns in Zukunft positionieren können."

Termine in der Übersicht

Podiumsdiskussionen im Begleitprogramm der Ausstellung "Große Oper – viel Theater?" im Opernhaus Düsseldorf:

Große Oper – aber wie?
Technische Anforderungen an ein Opernhaus der Zukunft
Sebastian Bogatu (Technischer Direktor Opernhaus Zürich), Reinhold Daberto (theapro, München), Marc Grandmontagne (Geschäftsführender Direktor des Deutschen Bühnenvereins), Peter Krottenthaler (Technischer Direktor Deutsche Oper am Rhein), Hajo Rau (Technischer Direktor Schauspielhaus Düsseldorf)
Montag, 20. Mai, 19 Uhr
Opernhaus Düsseldorf, Foyer
Der Eintritt ist frei.

Große Oper – aber wo?
Kulturbauten im städtebaulichen Kontext
Frank Maier-Solgk (Publizist, Düsseldorf), Andreas Uhmann (Leitender Baudirektor der Landeshauptstadt München), Jörn Walter (Oberbaudirektor der Freien und Hansestadt Hamburg a.D.), Cornelia Zuschke (Baudezernentin der Landeshauptstadt Düsseldorf), Moderation: Andrea Jürges (Stellv. Direktorin des Deutschen Architekturmuseums Frankfurt)
Montag, 27. Mai, 19 Uhr
Opernhaus Düsseldorf, Foyer
Der Eintritt ist frei.

Große Oper – für alle!
Strategien für ein Opernhaus der Zukunft
Jette Hopp (Architekturbüro Snøhetta, Oslo), Hans-Georg Lohe (Kulturdezernent der Landeshauptstadt Düsseldorf), Prof. Christoph Meyer (Generalintendant Deutsche Oper am Rhein), David Staples (Theatre Projects, London)
Montag, 12. Juni, 19 Uhr
Opernhaus Düsseldorf, Foyer
Der Eintritt ist frei.

Öffnungszeiten und Führungen

Für Besuchern der Vorstellungen der Deutschen Oper am Rhein ist die Ausstellung jeweils ab eine Stunde vor Vorstellungsbeginn bis Vorstellungsende geöffnet.

Weitere Öffnungszeiten:
Samstag, 4. Mai, 12 bis 15 Uhr,
Samstag, 11. Mai, 10.30 bis 13.30 Uhr,
Samstag, 18. Mai, 12 bis 15 Uhr,
Samstag, 25. Mai, 12 bis 15 Uhr,
Sonntag, 2. Juni, 12 bis 15 Uhr,
Samstag, 8. Juni, 12 bis 15 Uhr,
Samstag, 15. Juni, 12 bis 15 Uhr,
Sonntag, 23. Juni, 12 bis 15 Uhr,
Samstag, 29. Juni, 12 bis 15 Uhr,
Samstag, 6. Juli, 12 bis 15 Uhr,
Samstag, 13. Juli, 12 bis 15 Uhr.
Der Eintritt ist frei.

Öffentliche Ausstellungsführungen:
Mittwoch, 8. Mai, 19 Uhr,
Sonntag, 12. Mai, 11 Uhr,
Sonntag, 26. Mai, 11 Uhr,
Donnerstag, 30. Mai, 14 Uhr,
Donnerstag, 13. Juni, 16.30 Uhr,
Samstag, 29. Juni, 17 Uhr,
Sonntag, 7. Juli, 11 Uhr.

Die Teilnahme an den Führungen ist kostenlos; eine Reservierung im Opernshop unter der Rufnummer 0221-8925211 bzw. via E-Mail an ticket@operamrhein.de ist jedoch erforderlich.

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