Quadriennale: Nam Yune Paik - Mit TV-Kunst die Menschen bewegt

Jochen Saueracker war ab 1983 Nam Yune Paiks Assistent. Heute macht er selbst Kunst. (Foto: Jennifer Remme)
  • Jochen Saueracker war ab 1983 Nam Yune Paiks Assistent. Heute macht er selbst Kunst. (Foto: Jennifer Remme)
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Im Atelier von Jochen Saueracker in Flingern stapeln sich die alten Röhrenfernseher, die aus einem anderen TV-Zeitalter stammen und nicht mehr ganz einfach zu finden sind. Die Geräte sind für die Nam-June-Paik-Ausstellung im Museum Kunst Palast, die am 11. September im Rahmen der Quadriennale gestartet ist. Dem Pionier in Sachen Video- und Medienkunst ist eine umfangreiche Retrospektive gewidmet. Denn im Rheinland hat Paik den Wechsel vom Komponisten zur Performance vollzogen und in der Galerie 22 an der Kaiserstraße erste Schritte in der Kunst unternommen.
Als ehemaliger Assistent von Paik ist Saueracker als Künstlerisch/Technischer Berater der Ausstellung. „Paik verstand es, Leute zu motivieren, um neue Ideen zu entwickeln – und wenn sie nur einen Fernseher getragen haben“, erinnert sich Saueracker gerne zurück.
Die Austellung im September in Zusammenarbeit von Museum Kunst Palast und Tate Liverpool ist die erste große nach Nam June Paiks Tod 2006 und vielleicht die letzte ihrer Art. Gezeigt werden wenige, aber dafür ganz besondere Werke von Paik – darunter mehrere TV-Buddhas, die Fernseher-Installation TV-Fish und, wenn alles klappt, auch eine große Laser-Installation aus Paiks letzter Schaffensperiode. Dazu kommen zum ersten Mal eine Menge von Dokumenten von Handzeichnungen über Fotos, Briefe und Texte, die das Lebenswerk des Künstlers beschreiben. „Die Ausstellung soll dem Publikum Spaß machen und ist zugleich kunstgeschichtlich wertvoll“, sagt Saueracker.
Besonders zu den Fernseher-Installationen von Paik, der viel über gesellschaftliche Entwicklungen nachgedacht hat, dürfte der Zugang auch ungeübten Kunstbetrachtern leichter fallen. Allerdings sollten diese an die Entstehungszeit der Werke in den 60er und 70er Jahren mit denken: Damals war das Ganze noch eine Sensation.
Ab 11. September bieten zehn Düsseldorfer Museen und über 30 Galerien unter dem Obertitel der Quadriennale „kunstgegenwärtig“ Ausstellungen zu Kunst in Düsseldorf der letzten 50 Jahre. Die Nam-June-Paik-Ausstellung im Museum Kunst Palast am Ehrenhof ist eine davon. Sie läuft vom 11. September bis 21. November, Dienstag bis Sonntag 11 bis 18 und Donnerstag 18 bis 21 Uhr.
Mehr Infos zu den einzelnen Ausstellungen und dem genauen Programm gibt es im Internet unter http://www.quadriennale-duesseldorf.de

Autor:

Nele Cent-Roppel aus Monheim am Rhein

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