Tierschutz
Pflegestellen für Katzen gesucht

Wer es einmal mit einer Katze im Haushalt probieren möchte, kann auch eine zur Pflege nehmen. Die Kosten werden übernommen.
  • Wer es einmal mit einer Katze im Haushalt probieren möchte, kann auch eine zur Pflege nehmen. Die Kosten werden übernommen.
  • hochgeladen von Christina Görtz

Wenn sie wollte, könnte sie tagelang Geschichten erzählen. Geschichten von Katzen, die aufgegriffen, abgegeben oder ausgesetzt wurden. Aber Christa Becker, unter anderem Vorsitzende der Aktiongemeinschaft Tiere im Rheinland, Mitglied im Verwaltungsausschuss des Tierschutzvereins Düsseldorf und Vorstands-Beisitzerin des Katzenschutzbundes Düsseldorf, beschränkt sich aus gegebenem Anlass nur auf aktuelle Fälle.

Wie auf den der Katzenmutter mit den sieben Kindern. Die wurde erst vor gut zwei Wochen von einer Kleintierarztpraxis in Düsseldorf aufgenommen. Dort kamen die Kinder per Kaiserschnitt zur Welt. "Danach wollte der Besitzer die Katze nicht wieder zurück haben", erzählt Becker. Für diese Katzenmutter werde jetzt eine Pflegestelle gesucht. Und das ist nur eine Katze von vielen. Jeden Tag klingelt bei Christa Becker das Telefon. Die Frage immer wieder: Können Sie eine Katze aufnehmen? Die Gründe für die Abgabe unter anderem: Umzug, Allergie und auch der Tod der Besitzer. "Vor den Sommerferien haben plötzlich auch viele Vermieter etwas gegen Haustiere", kennt Becker aber auch zig Geschichten, die aufgetischt werden, um Katzen wieder loszuwerden, wenn es den Besitzern nicht mehr passt. Hinzu kommen viele Katzen, die von Bürgern als streunend gemeldet werden. Nur gechippte Tiere können einem Besitzer zugeordnet werden.
Christa Becker hat fünf eigene Katzen, nimmt aber selbst immer wieder Pflegekatzen auf. Genau für diese Form der Katzenbetreuung möchte sie werben. "Die Tierheime quellen über, wir brauchen Pflegestellen", sagt sie. Dass es diese gibt und was es überhaupt bedeutet, eine Pflegekatze zu nehmen, darüber möchte sie aufklären. "Voraussetzung ist, dass keine Tiere im Haushalt leben oder wenn doch, die Pflegekatze separiert werden kann", sagt Becker. Die Tiere, die vermittelt werden, waren alle beim Arzt, sind gechippt und kastriert. "Auch werden die Futter- und Streukosten übernommen", sagt sie. Weitere wichtige Voraussetzung sei Liebe und Zuneigung. "Viele Katzen brauchen Streicheleinheiten", sagt sie. Bis das Tier dann vermittelt wird, vergehen in der Regel wenige Wochen bis zwei, drei Monate. "Wir vermitteln alle unsere Katzen", sagt Becker. Da sie selbst sehr kritisch sei, was die Besitzer angehe, dauere es manchmal etwas, erzählt sie schmunzelnd. "Wer eine Katze zur Pflege nimmt, kann jederzeit aussteigen", so Becker. Im Stich gelassen werde niemand. Es komme sogar vor, dass Pflegestellen eine Katze ganz übernehmen. "Das ist schön für das Tier, aber auch schade für uns, weil wir dann wieder eine Pflegestelle weniger haben", so Becker.
 Wer Interesse hat eine Pflegestelle bereit zu stellen, kann sich mit Christa Becker in Verbindung setzen: becker@agtiere.de oder Tel.: 02129/31649.

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